“Operatives Management” beschäftigt sich mit umfassenden Veränderungsprozessen in Organisationen. Wir analysieren, wie mithilfe strategischer Gestaltung Transformation gelingen kann und konzipieren den Beruf des “Transformationsdesigners”.
Ein Schwerpunkt des Kurses liegt dabei auf der industriellen Transformation. Ob Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz oder geopolitische Krisen - Industrieunternehmen stehen heute vor einer nie dagewesenen Zerreißprobe: Sie müssen ihr Kerngeschäft weiterentwickeln und gleichzeitig ein neues Zukunftsgeschäft für das Unternehmen aufbauen. Denn vielerorts trägt das Kerngeschäft allein nicht mehr und der Ruf nach Transformation wird laut. Doch was ist eigentlich Transformation? Und wie gehen Organisationen damit um? Wie verläuft Transformation erfolgreich? Ein Fall für Transformationsdesigner:innen!
Der Eco-Transformation Designer als Schlüsselrolle nachhaltiger Transformation
Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ökologische Verantwortung nicht nur strategisch zu formulieren, sondern im Alltag tatsächlich umzusetzen.
Obwohl Nachhaltigkeit heute klar als Ziel benannt ist, scheitert ihre Umsetzung häufig an bestehenden Strukturen, Routinen und Entscheidungslogiken. Genau hier entsteht eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit – und damit ein zentrales Gestaltungsproblem.
Projektkontext
Im Projekt Operatives Management im 2. Semester Strategische Gestaltung haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie ein neues Berufsbild auf diese Herausforderung reagieren kann. Ziel war es, die Rolle des Transformation Designers konkret auszuarbeiten. Unser Fokus lag dabei bewusst auf dem Nachhaltigkeitskontext und der Frage, wie ökologische Transformation in Unternehmen wirksam gestaltet werden kann.
Wer ist der Eco-Transformation Designer?
Der Eco-Transformation Designer ist eine organisationsübergreifende Gestaltungsrolle an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit, Organisation und Mensch. Er oder sie übersetzt ökologische Zielsetzungen in konkrete, lernfähige Veränderungsprozesse. Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht als Zusatzaufgabe, sondern als selbstverständlichen Teil des organisationalen Handelns zu verankern.
Aufgaben & Tätigkeitsfelder
Der Eco-Transformation Designer begleitet Unternehmen entlang des gesamten Transformationsprozesses – von der Analyse der Ausgangslage über die Entwicklung gemeinsamer Zielbilder bis hin zur Umsetzung und kulturellen Verankerung.
Dabei gestaltet er operative Prozesse, moderiert Beteiligungsformate und übersetzt strategische Nachhaltigkeitsziele in den Arbeitsalltag.
Transformation wird so als kontinuierlicher Lern- und Entwicklungsprozess verstanden.
Kompetenzen & Skills
Für diese Rolle braucht es mehr als klassisches Nachhaltigkeits- oder Managementwissen. Zentrale Kompetenzen sind systemisches und strategisches Denken, Übersetzungs- und Visualisierungskompetenz sowie die Fähigkeit zur Moderation und Partizipation.
Ergänzt werden diese durch eine experimentelle, lernorientierte Haltung und starke Selbst- und Beziehungsführung im Umgang mit Komplexität und Unsicherheit.
Abschluss
Die Inhalte dieses Projekts wurden wissenschaftlich fundiert erarbeitet und gestalterisch übersetzt. Auf dieser Basis ist eine Broschüre entstanden, die das Berufsbild des Eco-Transformation Designers visuell aufbereitet, konkret beschreibt und greifbar macht. Sie lädt dazu ein, die Rolle, ihre Aufgaben und Kompetenzen vertieft nachzuvollziehen und kann von allen Interessierten heruntergeladen und gelesen werden.