Wie und wo kann Kommunikationsgestaltung zum Nutzen der Gesellschaft eingesetzt werden. Anhand des Dachthemas »Spurensuche Schwäbisch Gmünd« haben die Studierenden verschiedene Plakate gestaltet.
Was bestimmt die Identität und den Charakter einer Stadt? Was zeichnet eine Stadt aus? Jeder von uns hat einen ganz eigenen Bezug zu Straßen und Plätzen und erschließt sich die Stadt, den Raum auf seine eigene Art und Weise. Unter dem Dachthema »Spurensuche Schwäbisch Gmünd« gilt es genau diese unterschiedliche Tonlagen und Blickwinkel sichtbar zu machen.
Inhalt des Faches
In dem Fach »Einführung in die Gestaltungsschwerpunkte« erproben die Studierenden in unterschiedlichen Formaten einfache Layout-Kompositionen. Ausgehend vom einzelnen Buchstaben, der kleinsten typografischen Einheit, bis hin zu komplexeren Layoutentwürfen wird der Umgang mit Schrift, Bild und Text kennengelernt. In unterschiedlichen Übungen werden formale Fragestellungen zu Form, Gegenform, Proportion, Kontrast oder Rhythmus im Bezug auf die Anwendung und Wirkung unterschiedlicher Schriften von den Studierenden untersucht und besprochen.
Im Rahmen des Projekts „Stadtbilder Schwäbisch Gmünd“ entstand ein A1-Plakat, das sich mit der Identität und dem Charakter der Stadt auseinandersetzt. Ausgangspunkt war die Frage, wodurch eine Stadt geprägt wird und wie unterschiedliche Wahrnehmungen von Menschen und Räumen sichtbar gemacht werden können.
Mein Plakat trägt den Titel „Face to Face“ und stellt die direkte Begegnung zwischen Menschen in den Mittelpunkt. Unterschiedliche Personen im Hintergrund, die in verschiedene Richtungen blicken, symbolisieren Vielfalt, individuelle Perspektiven und das Zusammenleben zahlreicher Kulturen innerhalb der Stadt.
Die Aussage wird durch das Zitat
„Auf rund 113,8 km² von Schwäbisch Gmünd leben über 140 Nationen.“
unterstützt. Es hebt die kulturelle Diversität hervor und verleiht dem Plakat eine inhaltliche Verankerung. Der Titel „Face to Face“ betont dabei die Bedeutung persönlicher Begegnungen und des unmittelbaren Austauschs.
Gestalterisch basiert das Plakat auf einem 4×4-Raster mit großzügigen Rändern (100 mm oben und unten, 20 mm links und rechts). Verwendet wurde Helvetica in 900 pt (teilweise überlagert, mit verringerter Laufweite und reduziertem Zeilenabstand) sowie 40 pt.
Die Farbigkeit beschränkt sich auf Schwarz, Pink und eine Abstufung des Pinktons. Pink fungiert als aufmerksamkeitsstarker Akzent, steht für Lebendigkeit und Offenheit und setzt einen bewussten Kontrast zu klassischen Stadt- oder Dokumentationsfarben. Dadurch wird die inhaltliche Botschaft visuell verstärkt.