Inhalt des Kurses
Application Design 2
Im Kurs Application Design II tauchen die Studierenden in die Welt des User Experience (UX) und Application Designs ein.
Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für den eigenen Designprozess zu entwickeln, die Designentscheidungen sichtbar zu machen und fundiert zu begründen. Der Kurs legt einen besonderen Fokus auf die strategische Gestaltung als Brücke zwischen kreativen Lösungen und gemeinnützigen Aspekten und vermittelt Methoden aus dem Bereich des Human Centered Designs zur Entwicklung benutzerzentrierter Applikationen.
Balance
Balance statt Kontrolle
Ein Projekt über gesunden Umgang mit Bildschirmzeit
Digitale Medien sind aus dem Alltag von Kindern und Familien nicht mehr wegzudenken. Smartphones, Tablets und Apps begleiten Lernen, Kommunikation und Freizeit – oft gleichzeitig. Genau darin liegt die Herausforderung: Nicht die Bildschirmzeit an sich ist das Problem, sondern der fehlende Überblick und ein ungesunder Umgang damit.
Wir haben uns bewusst für dieses Thema entschieden, weil bestehende Lösungen häufig auf Kontrolle, Verbote oder starre Zeitlimits setzen. Unser Ziel war es, einen Ansatz zu entwickeln, der Verständnis fördert statt Sanktionen, Orientierung bietet statt Überforderung – und Kinder wie Eltern aktiv einbindet.
Die Idee
Balance sichtbar und verständlich machen
Im Zentrum unseres Konzepts steht die Idee der Balance. Bildschirmzeit wird nicht pauschal bewertet, sondern in einen Zusammenhang gestellt:
Was wird genutzt? Wann? Und in welchem Verhältnis steht digitale Zeit zu anderen Aktivitäten?
Dafür haben wir einen Balance Score entwickelt. Er macht sichtbar, ob sich die Nutzung im Gleichgewicht befindet oder ob bestimmte Bereiche überwiegen. Der Fokus liegt nicht auf einzelnen Minuten, sondern auf dem Gesamtbild.
Ergänzt wird der Balance Score durch ein Punktesystem. Berechnet werden diese Punkte individuell auf jedes Kind und dessen Bedürfnisse angepasst. Bildungsnahe oder sinnvolle Anwendungen werden anders gewichtet als reine Unterhaltungs-Apps. So werden die Punkte während der Nutzung weniger, bis sie weg sind. Dann kann das Handy nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden. So lernen Kinder zu Reflektieren und ihr Verhalten zu hinterfragen: “Ist das jetzt wirklich so wichtig, für die Menge an Punkten die es mich kostet?”.
Wichtig dabei: Die Erkennung erfolgt automatisch, ohne zusätzlichen Aufwand für Eltern oder Kinder.
Pädagogische Logik
Lernen statt verbieten
Unser Konzept folgt einer klaren Haltung:
Kinder sollen lernen, mit digitalen Medien umzugehen – nicht nur, sie zu vermeiden.
Das Punktesystem schafft positive Anreize, ohne dabei Druck auszuüben. Es lehrt Zusammenhänge, statt Regeln einfach durchzusetzen. Eltern behalten den Überblick, ohne permanent eingreifen zu müssen. Kinder verstehen, warum bestimmte Nutzungen Auswirkungen auf ihre Balance haben.
So entsteht ein gemeinsamer Lernprozess, der langfristig zu mehr Medienkompetenz führt.
Das Ergebnis
Ein Produkt für den Familienalltag
Am Ende des Projekts steht ein funktionierendes, durchdachtes Produkt, das komplexe Themen einfach darstellt.
Die App verbindet Übersicht, Transparenz und eine klare pädagogische Haltung. Sie hilft Familien dabei, Bildschirmzeit nicht als Konfliktpunkt zu erleben, sondern als etwas, das bewusst gestaltet werden kann.
Unser Projekt zeigt: Ein gesunder Umgang mit digitalen Medien entsteht nicht durch Kontrolle – sondern durch Verständnis, Struktur und Balance.

Jasper Schminke, Lena Maier, Emil Huber, Henriette Finzel
BetreuungPhilipp Brucker
TagsKinder Digitalisierung Bildung Smartphone Application Design