Studierende lernten, die User Experience durch einen ganzheitlichen Designprozess zu gestalten, beginnend mit der Problemdefinition bis hin zum App-Prototypen.
Projektthema
Im Mittelpunkt stand die Gestaltung optimaler Nutzererlebnisse unter Verwendung von UX-Designmethoden. Der Prozess umfasste User Research, Konzeptentwicklung, Entwürfe und das Prototyping, speziell ausgerichtet auf die Entwicklung einer App für Smartphones. Die Projekte waren jeweils zugeschnitten auf spezifische Anwendungsbereiche wie Gesundheit, Organisation oder Produktivität.
Inhalt des Faches
Die Teilnehmenden des Kurses erwarben methodische und analytische Fähigkeiten, um UX-Designkonzepte effektiv umzusetzen. Sie lernten, Nutzerforschungsmethoden wie User Journeys, Experten- und Konsumentenbefragungen oder Stakeholdermaps anzuwenden, um Anforderungen zu analysieren und unterschiedliche Nutzergruppen zu definieren. Durch die Anwendung von Designmethoden wurde ein iterativer Gestaltungsprozess durchlaufen, in dem Prototypen verschiedener Ausarbeitungsgrade erstellt und hinsichtlich ihrer Benutzbarkeit und Usability getestet wurden. Als Ergebnis setzten die Studierenden eine App für Smartphones oder Tablet prototypisch um, mit dem Ziel, ein tiefes Verständnis für die Bedeutung der Nutzererfahrung in der Gestaltung von Anwendungen zu vermitteln und sie zu befähigen, intuitive und ansprechende Benutzeroberflächen zu gestalten.
Das Thema ist nach wie vor in unserer Gesellschaft stark stigmatisiert. Offen darüber gesprochen wird selten. Das verursacht Scham und Unsicherheiten bei Betroffenen, was wiederum dazu führt, dass sie sich oft nicht trauen Rat zu suchen und sich mit ihren Problemen einsam fühlen.
Das Projekt »CHEXX« wirkt dem kollektiven Schweigen über das als unangenehm geltende Thema mit Aufklärung und Transparenz entgegen. Es senkt Hemmschwellen, sich regelmäßig testen zu lassen und ermutigt sexuell aktive Menschen, sich untereinander darüber auszutauschen. Des Weiteren werden Informationen zu verschiedenen Krankheitsbildern zugänglich gemacht und die Suche nach lokalen Testzentren erleichtert. Ziele sind: Aufklärung, das Übernehmen von Verantwortung im sexualgesundheitlichen Kontext zu erleichtern und so einen transparenten, sicheren Umgang miteinander zu schaffen.
Interviews
In unserem Prozess führten wir sechs Interviews mit Menschen aus verschiedenen Hintergründen. Wir wollten verstehen, was sie über Geschlechtskrankheiten wissen, wie sie darüber denken und sich verhalten. Die Gespräche waren offen, begannen locker und Fragen konnten jederzeit übersprungen werden. Themen waren Wissen zu Geschlechtskrankheiten, persönliche Einstellungen und Sorgen, Aufklärung, Gespräche über sexuelle Gesundheit, Erfahrungen mit Tests und Kenntnisse über anonyme oder kostenlose Angebote.
Aus den Interviews bündelten wir die zentralen Erkenntnisse und gewannen ein besseres Verständnis für die Ansichten und Bedürfnisse unserer Zielgruppe. Mithilfe eines Affinity-Diagramms leiteten wir daraus fünf zentrale Problemfelder ab: fehlendes Fachwissen, Aufklärung, Umsetzung, Anonymität und finanzielle Aspekte.
Diese Problemfelder bildeten die Grundlage für unsere How-Might-We-Frage, die als Leitfrage das Projektziel definiert und den Fokus für das Endprodukt setzt.
Personas
Die Personas Max Liam und Jean-Ellè stehen für zwei wichtige Nutzergruppen der App. Max ist jung, sexuell aktiv und unsicher im Umgang mit seiner sexuellen Gesundheit. Jean-Ellè ist beruflich stark eingespannt und beschäftigt sich nur wenig mit dem Thema.
Beide zeigen, dass die App einfach, diskret und ohne Druck nutzbar sein muss. Die Personas helfen dabei, Funktionen und Inhalte an den echten Bedürfnissen der Nutzer:innen auszurichten.
App-Icon
Den Namen der App fanden wir schnell: Aus dem Wort „Check“ entstand in Kombination mit „XX“ der Name „Chexx“, der sowohl Prävention als auch Sexualität verbindet.
Für das App-Icon entschieden wir uns, nur den Buchstaben „X“ zu nutzen. In Kombination mit unserem Magenta-Farbverlauf und einem leicht transparenten Weißton entstand ein klar erkennbares, harmonisches Icon, das zur Gesamtgestaltung der App passt.
Video
Für das Video haben wir neue Wege ausprobiert und verschiedene KI-Tools genutzt. Die einzelnen Video-Frames erstellten wir mit Google Labs Flow und als Figuren unsere Personas Max Liam und Jean-Ellè. Das Voice-over entstand mit ElevenLabs.
Visuelle Elemente wie App-Icons, Erinnerungen oder Overlays wurden in After Effects animiert. Zum Schluss haben wir alles in Premiere Pro zusammengesetzt, geschnitten und Ton sowie Bild abgestimmt.
Wir wünschen viel Spaß beim Video! Danach können die Prototypen noch einmal im Detail angeschaut werden.
Dieses Video wurde mithilfe KI-basierter Tools erstellt.