Erster Kontakt in den vielseitigen Aufgabenbereich der Ausstellungsgestaltung
Einstiegskurs Ausstellungsgestaltung KG 3
Die Student*innen bekommen in diesem Kurs einen ersten Einblick in die komplexe Aufgabenwelt der Planung und Gestaltung von Ausstellungen.
Innerhalb einer Woche konzipieren, recherchieren, planen und gestalten sie einen kleinen Ausschnitt einer fiktiven Ausstellung und präsentieren ihr Ergebnis innerhalb eines vorgegebenen Rahmens anhand eines 1 zu 1 Models.
Im Rahmen der Kurse Ausstellungsgestaltung und Medientechnologie/Planung haben wir ein Exponat für eine fiktive Protestaktion entwickelt, das sich schnell und unkompliziert im Flur aufbauen lässt. Ausgangspunkt waren unsere eigenen Erfahrungen als Pendler:innen: tägliche Verspätungen, volle Züge, Stress und immer weiter steigende Preise ohne Aussicht auf Besserung. Daraus entstand die Idee für einen Protest gegen die DB, der auf die alltäglichen Probleme und die Frustration vieler Reisender aufmerksam machen soll.
Die Installation stellt vereinfacht eine Bahnsteigsituation dar. Zwei aus Holz gebaute Zugtüren bilden das Zentrum. Ergänzt wird das Ganze durch Bodenleitsysteme, angelehnt an Stuttgart 21. Diese führen Besucher:innen gezielt zur Installation und dienen gleichzeitig als Einstieg in die Themen, die wir ansprechen wollen. Zwischen den beiden Türen ist zusätzlich Absperrband gespannt. Die Leitlinien führen genau dort hindurch, man kann den Weg aber nicht einfach passieren. Das spielt auf Baustellen, Umwege und Stillstand im Bahnverkehr an.
Die Hauptinteraktion findet über einen Bildschirm statt, der in eine der Zugtüren integriert ist. Dort werden Informationen zu den Bereichen Unpünktlichkeit, Profit und Infrastruktur vermittelt und visuell aufbereitet.
Das Design der Bildschirmframes ist bewusst reduziert und an die DB-CI angelehnt. Die klare, strukturierte Gestaltung steht im Kontrast zur auffälligen Installation und unterstützt so die inhaltliche Kritik an der Deutschen Bahn.
„Regelmäßiges Versagen ist auch eine Form der Zuverlässigkeit.“