Resilienz – Zivil-und Bevölkerungsschutz: Designstrategien für eine widerstandsfähige Gesellschaft. Fünf interdisziplinäre Teams zeigen Lösungen in strategisch relevanten Handlungsfeldern.
„Resilienz ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Eine widerstandsfähige Gesellschaft entsteht nicht nur durch flexible Bürger, sondern auch durch eine starke Gemeinschaft, die verhindert, dass Krisen sich verstärken.“ (1)
Resilienz – Designstrategien für eine widerstandsfähige Gesellschaft
Unser Ziel ist klar: eine freiheitliche, demokratische Zukunft, ökonomisch gut aufgestellt und auf dem besten Weg zur Klimaneutralität; bildungs-, wissenschafts- und forschungsorientiert, gesellschaftlich widerstandsfähig, aufgeklärt, von Gemeinsinn, Hilfsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit geprägt.
Uns allen ist bewusst, dass dies eine Herausforderung ist in einer Welt multipler Krisen, physischen Bedrohungen wie geopolitischen Konflikten, Naturkatastrophen, aber auch anderen Risiken wie Cyberangriffen, Sabotage und Desinformation. Resilienz ist daher zu einem Schlüsselbegriff geworden – für Individuen, Organisationen und ganze Gesellschaften. Die Weltgesundheitsorganisation spricht gar von Resilienz als Kernkompetenz moderner Gesundheitssysteme, und die Europäische Kommission bezeichnet Resilienz als strategisches Ziel der Sicherheits- und Verteidigungspolitik.
Handlungsfelder:
Individuum und Gesellschaft
Bildung, Wissenschaft, Forschung
Information, Desinformation
Energie
Verkehr, Verkehrs- und Handelsinfrastruktur
Finanzmarktinfrastrukturen
Gesundheit
Ernährung
Trinkwasser, Abwasser
Digitale Infrastruktur
Öffentliche Verwaltung
Es sind fünf Projekte entstanden, die allesamt die strategischen Designlösungen in Realszenarien übertragen und die Kompetenzen der professionell heterogen zusammengesetzten Teams kongenial nutzen.
(1) Markus Brunnermeier, Ökonom, Princeton University
Prof. Gabriele N. Reichert, Prof. Dr. Susanne Schade
MACHBAR
Wie sicher sind wir, wenn uns eine Katastrophe trifft?
Sobald eine Krise eintritt oder auch nur im geringsten kommuniziert wird, entsteht Unsicherheit und Panik. Menschen kaufen ungeplant Lebensmittel und Regale leer, aus Angst in der Krise nicht handlungsfähig zu sein.
Dabei werden bereits konkrete Hinweise und Handlungsempfehlungen für sichere Vorsorge an die Bevölkerung offen kommuniziert.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, dass sich alle Haushalte für bis zu zehn Tage selbst versorgen können.
Dazu gehören ausreichend Wasser, Lebensmittel, medizinische Versorgung sowie Hygieneartikel.
Die Realität sieht jedoch anders aus:
Wie können wir Menschen dazu befähigen, ihre eigene Verletzlichkeit zu erkennen UND sie gleichzeitig mit einfachen, kostengünstigen und sofort umsetzbaren Lösungen zur Eigenvorsorge ausstatten?
Unsere Antwortet lautet:
MACHBAR
Krisenvorsorge. Neu gedacht.
Krisenvorsorge muss kein Angstthema sein.
Mit MACHBAR wird sie zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags.
Extreme Wetterereignisse, Energiekrisen oder Lieferengpässe beeinflussen unser Leben immer häufiger.
MACHBAR greift diese Realität auf, ohne zu dramatisieren.
Ziel ist es, Menschen für Vorsorge zu sensibilisieren, ohne Panik zu erzeugen.
Vorsorge als Alltagskompetenz
MACHBAR setzt nicht auf Angst, sondern auf Machbarkeit. Durch die Nutzung bestehender Strukturen und klar definierte Schritte entsteht Sicherheit aus eigener Handlungskraft.
praktisch
sofort umsetzbar
Teil des täglichen Lebens
Ein System, das mitwächst
Herzstück des Projekts ist ein modularer Blueprint, durch den das MACHBAR-Prinzip in unterschiedlichen Märkten und gesellschaftlichen Kontexten angewendet werden kann.
Durch diesen sollen die bestehenden, bisher getrennten Strukturen miteinander verbunden werden:
Wissen, Ressourcen und der Mensch.
Dafür arbeitet MACHBAR mit vier zusammenhängenden Bausteinen:
Das Baukastensystem erlaubt flexible Anpassungen an Zielgruppen, Regionen und Partnerstrukturen
und kann als Regalsystem, Produktauswahl oder Kommunikationsformat eingesetzt werden.
So wird MACHBAR im Lebensmittelhandel, im Baumarkt oder in der Apotheke wirksam.
Vorsorge als gemeinsame Haltung
MACHBAR schlägt eine Brücke zwischen Bevölkerung, Handel und Gesellschaft.
Das Projekt zeigt, dass Vorsorge kein Nischenthema sein muss,
sondern Teil einer modernen Daseinsvorsorge werden kann.
Langfristig stärkt MACHBAR die gesellschaftliche Resilienz
und verankert Vorsorge als gemeinschaftliche Kompetenz.
Krisenvorsorge ist keine Frage von Angst, sondern von Haltung.
Mit einfachen, machbaren Schritten kann jede Person
zu mehr Sicherheit und Selbstbestimmung beitragen.
Schritt für Schritt, mitten im Alltag.