Dieses Projekt beschäftigt sich mit dem gemeinsamen Zubereiten von Sommerrollen als sozialem und haptischem Ritual. Im Fokus steht nicht das fertige Essen, sondern der Prozess davor, das Teilen von Wasser, Reispapier und Bewegung am Tisch.
Ziel war es, ein Objekt zu gestalten, das diesen Moment ordnet und unterstützt, ohne ihn zu dominieren.
Problemstellung
Das Zubereiten von Sommerrollen ist ein gemeinschaftlicher Prozess, der häufig improvisiert und unstrukturiert abläuft. Wasserbehälter, Reispapier und Zutaten sind räumlich voneinander getrennt, Bewegungen kreuzen sich und der Fokus verschiebt sich vom Miteinander hin zur Organisation. Es fehlt ein Objekt, das diesen Ablauf ordnet, ohne ihn zu reglementieren. Ein ruhiger Mittelpunkt, der Funktion und Ritual miteinander verbindet.
Zielgruppe
Das Objekt richtet sich im Grunde an alle Menschen, die gemeinsames Kochen als sozialen Moment verstehen, im privaten Umfeld oder in informellen Tischsituationen. Es spricht Nutzer an, die Wert auf bewusste Gestaltung, reduzierte Formensprache und eine klare Struktur im Ablauf legen. Besonders geeignet ist es für kleine Gruppen, in denen Zubereitung und Austausch gleichzeitig stattfinden.
Form
Die reduzierte und niedrige Bauform sorgt für eine ruhige und zurückhaltende Präsenz auf dem Tisch. Die klare Geometrie macht das Objekt als gemeinsamen Mittelpunkt lesbar, ohne visuell zu dominieren. Die Form orientiert sich an asiatischer Zurückhaltung und fließenden Übergängen. Funktionale Elemente wie der integrierte Slot für das Reispapier sind nicht hinzugefügt, sondern aus dem Volumen heraus entwickelt. So entsteht ein geschlossenes und ruhiges Gesamtbild.