“Operatives Management” beschäftigt sich mit umfassenden Veränderungsprozessen in Organisationen. Wir analysieren, wie mithilfe strategischer Gestaltung Transformation gelingen kann und konzipieren den Beruf des “Transformationsdesigners”.
Ein Schwerpunkt des Kurses liegt dabei auf der industriellen Transformation. Ob Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz oder geopolitische Krisen - Industrieunternehmen stehen heute vor einer nie dagewesenen Zerreißprobe: Sie müssen ihr Kerngeschäft weiterentwickeln und gleichzeitig ein neues Zukunftsgeschäft für das Unternehmen aufbauen. Denn vielerorts trägt das Kerngeschäft allein nicht mehr und der Ruf nach Transformation wird laut. Doch was ist eigentlich Transformation? Und wie gehen Organisationen damit um? Wie verläuft Transformation erfolgreich? Ein Fall für Transformationsdesigner:innen!
Im Master Strategische Gestaltung haben wir uns mit der Frage beschäftigt, was Transformationsgestaltung bedeutet und wie sie sich mit klassischen gestalterischen Disziplinen verbinden lässt. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass sich die Rolle von Gestalter:innen im Zuge gesellschaftlicher, digitaler und organisationaler Veränderungen zunehmend erweitert. Wer heute gestaltet, arbeitet nicht mehr nur an Form, Oberfläche oder Endprodukten, sondern zunehmend an Zusammenhängen, Prozessen und Systemen.
Unser Projekt untersucht deshalb, was klassische Gestaltungsberufe ausmacht, welche Potenziale Transformationsgestaltung eröffnet und wie sich beides zueinander verhalten. Dabei stand nicht die Entwicklung einer neuen Berufsbezeichnung im Vordergrund, sondern die Frage, wie Gestalter:innen ihre bestehenden Kompetenzen in neue Kontexte übersetzen können. Im Zentrum steht ein erweitertes Verständnis von Gestaltung als Denk- und Handlungsweise, die Orientierung schafft, Komplexität strukturiert und Wandel aktiv mitgestaltet.
Aus dieser Auseinandersetzung entstanden ein Faltflyer, ein Plakat und ein Podcast. Die Medien ergänzen sich inhaltlich und formal: Der Flyer bietet eine strukturierte Einordnung, das Plakat verdichtet die Inhalte visuell und zeigt verschiedene berufliche Perspektiven, und der Podcast ergänzt das Thema um eine dialogische, reflektierende Ebene.
Flyer
Der Flyer erklärt, wie sich die Rolle von Gestalter:innen durch gesellschaftlichen, digitalen und organisatorischen Wandel verändert und welche neuen Anforderungen daraus entstehen. Er zeigt, was klassische Gestaltungsberufe mit Transformationsdesign verbindet, welche Kompetenzen dabei wichtig sind und wie sich daraus berufliche Perspektiven und Einstiegswege ableiten lassen.
Plakat
Das Poster befindet sich auf der Rückseite des aufgeklappten Flyers und zeigt verschiedene Berufsbezeichnungen aus dem Spannungsfeld von Design und Transformation. Es macht sichtbar, welche Berufsfelder sich überschneiden und wie breit das Spektrum an Rollen für Gestalter:innen heute geworden ist.
Podcast
Der Podcast ergänzt Flyer und Plakat um eine gesprochene, reflektierende Ebene und vertieft die Frage, wie sich Gestaltung im Kontext von Transformation verändert. Dabei werden die Inhalte persönlicher eingeordnet und die Perspektiven auf Berufsbilder, Kompetenzen und gestalterische Handlungsmöglichkeiten im Wandel erweitert.