Da die Qualität und Struktur des Datensatzes maßgeblich die Ausrichtung sowie das Potenzial einer Datenvisualisierung bestimmen, bildete die Suche nach einer geeigneten Datengrundlage den ersten Arbeitsschritt.
Nach langer Suche stießen wir auf einen Datensatz der United Nations Office for Outer Space Affairs (UNOOSA). Dieser dokumentiert sämtliche von Menschenhand in den Weltraum beförderten Objekte seit Beginn der Raumfahrt im Jahr 1957. Während die offizielle Website der UNOOSA zwar eine umfassende Datenbank bietet, war ein direkter Download der Rohdaten dort nicht ohne Weiteres möglich. Über eine weiterführende Recherche konnten wir das identische Datenset schließlich über die Plattform Kaggle als CSV-Datei beziehen, was die Grundlage für unsere weiteren Arbeitsschritte schaffte.
Entwürfe/Skizzen
Um die abstrakte Datenmenge in eine visuelle Form zu übersetzen, entwickelten wir erste Skizzen für ein Konzept, bei dem jedes Objekt als einzelner Datenpunkt dargestellt wird, der ausgehend von der Erde seine Flugbahn in den Weltraum antritt.
Der Fokus unserer Entwurfsarbeit lag dabei auf der Frage, wie spezifische Eigenschaften der Objekte kodiert werden können, um ihre Charakteristika – wie beispielsweise den Typ oder die Funktion – intuitiv erfassbar zu machen. Parallel dazu untersuchten wir verschiedene Ansätze, um die räumliche Verteilung der Objekte und deren Zielorte im Orbit oder darüber hinaus visuell zu verorten. Diese Skizzen dienten als erste Grundlage, um die technische Umsetzbarkeit mit den gestalterischen Ideen in Einklang zu bringen.
Für die konkretere Umsetzung haben wir in Figma verschiedene grafische und UI-Elemente gebaut und Layouts getestet
Datenaufbereitung
Um den Rohdatensatz für unsere spezifischen Anforderungen nutzbar zu machen, war eine strukturierte Aufbereitung der Daten unumgänglich. Da die ursprünglichen Beschreibungen der Objekte lediglich in unstrukturierter Textform vorlagen, fehlten kategorisierte Funktionsgruppen. Um diese Lücke zu schließen, haben wir mittels KI-gestützter Analyse aus den vorhandenen Beschreibungen systematische Kategorien abgeleitet.
Zudem erfolgte eine Verfeinerung des Status: Objekte, die der Internationalen Raumstation (ISS) zuzuordnen sind, wurden aus der allgemeinen Kategorie „Orbit“ herausgelöst und als eigene Gruppe definiert. Diese manuelle Bereinigung, unterstützt durch KI-basierte Klassifizierung, ermöglichte uns eine präzisere Segmentierung der Daten und bildet nun die Basis für eine differenzierte visuelle Darstellung.
Musik
Um die visuelle Darstellung sowohl im finalen Video als auch in der interaktiven Applikation atmosphärisch zu unterstreichen, haben wir einen eigenen Soundtrack produziert. Dieser soll die Stimmung des Weltraums akustisch erfahrbar machen und den Nutzer tiefer in die Thematik ziehen. Die Komposition basiert auf einer Kombination aus sphärischen Synthesizer-Melodien und authentisch wirkenden, selbst eingesprochenen Funksprüchen, die die technologische sowie einsame Natur der Raumfahrt unterstreichen.