Aufgabe 1 Spannendes Objekt
Zu gestalten ist ein selbsttragendes Objekt, das einen Spalt überspannt.
Aufgabe 2
Gestaltet wird eine nicht-orientierbare Fläche (ohne Ober- und Unterseite), die dann in einen Gipskörper übersetzt wird.
Aufgabe 1
Spannendes Objekt
Zu gestalten ist ein selbsttragendes Objekt, das einen 30cm breiten Spalt überspannt. Das Objekt ist kollabierbar, d.h. lässt sich zerlegen, klappen, o.ä. Eine Stahlkugel ø20mm übernimmt in der Konstruktion eine Funktion.
Aufgabe 2
Nicht-orientierbare Flächen und Körper
Aus einem flächigen Element wird eine nicht-orientierbare Fläche (ohne Ober- und Unterseite) entwickelt. Das Modell wird dann in einen Körper aus Gips übersetzt.
Das Fach “Dreidimensionales Gestalten” vermittelt Grundlagen über Körper und Raum, Material und Oberfläche, Funktion und Konstruktion, Licht und Farbe, aber auch produktsemantische und konstruktive Aspekte.
Gestalterische Prinzipien werden anhand von nicht angewandten Aufgaben isoliert studiert und erprobt. Ziel ist dabei nicht die dogmatische Fixierung auf eine einzige verbindliche Gestaltungslinie, sondern die Entwicklung einer gestalterischen Sensibilität aus der heraus der Einzelfall kompetent und methodisch bearbeitet werden kann.
Die Beschränkung der Freiheitsgrade in den Aufgaben sorgt für die Konzentration auf bestimmte Aspekte der Gestaltung und für die relative Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Durch das Vergleichen und Begründen der Arbeiten werden diskursive und analytische Fähigkeiten geschult und der Entwurfsprozess objektiviert.
Ausgangspunkt des Projekts war
die Entwicklung einer lösbaren
Verbindung. Inspiriert vom Prinzip
der Haftreibung und durch ver-
schiedene Prototypen und Materi-
altests, entstand ein fächerförmiger
Aufbau aus Blechen. Diese wurden
aus einer großen Blechtafel aus-
geschnitten. Es wurden kleinere
Bleche als Abstandshalter zwischen
die Fächerbleche hinzugefügt. In
das jeweils äußerste Blech, welch-
es kürzer ist, wurde einen Kreisau-
sschnitt gesägt. Hier findet später
der 3D-gedruckte Ring Platz. Alle
Teile werden am Ende durch zwei
Nieten zusammengehalten.
Im geöffneten Zustand lassen sich
die beiden Elemente leicht zusam-
menfügen oder voneinander trennen.
Wird der Ring über den Blechfäch-
er geschoben, werden die Bleche
zusammengedrückt und erzeugen
durch ihre vergrößerte Kontakt-
fläche eine hohe Haftreibung. Dadu-
rch verriegelt sich die Verbindung
ohne zusätzliche mechanische Ver-
schlüsse. Durch das Zurückschie-
ben des Rings wird der Druck wie-
der gelöst und die Verbindung kann
einfach getrennt werden.