Bits und Atome:
Wenn sich Code in Materie verwandelt – und digitale Apps eine physische Form bekommen.
Aufgabe war es, ein Produkt zu entwickeln, das eine bestehende Smartphone-App in die physische Welt überträgt. Ziel war dabei, die zentrale Funktion und das Nutzererlebnis der gewählten App in einem greifbaren, interaktiven Objekt neu zu interpretieren.
Für neurodivergente Menschen ist es nicht ungewöhnlich, das Trinken zu vergessen, da man Schwierigkeiten hat, körperliche Signale wie Durst wahrzunehmen.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist entscheidend, um kognitiven Abbau zu verhindern, da selbst eine leichte Dehydrierung die exekutiven Funktionen, das Arbeitsgedächtnis, die Aufmerksamkeit und die Emotionsregulation erheblich beeinträchtigt.
Prozess
Es wurden unzählige Skizzen und zahlreiche Iterationen angefertigt, um zu einem verbesserten Design zu gelangen, das eine Balance zwischen Funktionalität und Ästhetik schafft.
Dabei wurden auch typische Tagesabläufe sowie häufig genutzte Alltagsgegenstände analysiert.
Prototyping
Zur Überprüfung der Genauigkeit und Formstabilität wurden erste Modelle umgesetzt. Dabei hat man mit den Prototypen wie mit einem Fidget Toy gespielt, um die Struktur und Form realitätsnah zu testen.
Diese Prototypen dienen als Grundlage für konstruktive Optimierungen und Vorbereitung auf den Komforttest.
Finales Produkt
Ein anpassbares Farbschema. Klare Formen und der Verzicht auf unnötige Linien wirken einer Reizüberflutung entgegen. Zudem entsteht ein harmonisches Wechselspiel zwischen Ordnung und dynamischer Unordnung. Die neutrale Grundform vermittelt Struktur und passt zu jedem Kleidungsstil. Anstelle der bei klassischen Broschen üblichen Nadeln kommt hier eine Magnetplatte zum Einsatz. Dies schont den Stoff und sorgt dafür, dass beim Tragen innen nichts stört.