In der Bachelor-Arbeit im 7. Semester bearbeiten die Studierenden anhand eines frei wählbaren Themas ein Gestaltungsprojekt, in dem sie ihre erlernten Kenntnisse in Recherche, Konzept und Entwurf praktisch anwenden.
Ein digitales Tool zum Erstellen von Choreografien
steps ist eine digitale Applikation, die Choreografierende im Amateurbereich beim Erstellen, Überarbeiten und Dokumentieren von Choreografien unterstützt.
Ausgangspunkt
Choreografien entstehen durch Ausprobieren, Freestylen, Wiederholen und Anpassen. Bewegungsmaterial wird meist per Video festgehalten. Dadurch entstehen schnell viele Aufnahmen, Varianten und Änderungen, die schwer zu überblicken sind. Genau hier setzt steps an: Die Applikation soll den Choreografieprozess übersichtlicher machen und Aufgaben wie Aufnehmen, Strukturieren, Überarbeiten und Wiederfinden unterstützen.
steps führt Video, Musik, Notizen und choreografische Struktur in einem digitalen Arbeitsraum zusammen.
Zielgruppe und Nutzungskontext
steps richtet sich an Choreografierende, die im Amateur- und Unterrichtskontext arbeiten und Choreografien für Tanzgruppen entwickeln. Die Anwendung ist für das Tablet konzipiert, da dieses im choreografischen Alltag häufig zum Aufnehmen, Anschauen und Vorbereiten genutzt wird.
Funktionen von steps
Musikanalyse und Counts
Die Musikanalyse macht musikalische Abschnitte, Akzente oder Lyrics sichtbar. Zusätzlich können eigene Counts gesetzt werden, um die Choreografie an der individuellen Zählweise auszurichten.
Freestyle und Sequenzauswahl
Freestyle-Aufnahmen können direkt in der Anwendung gesichtet werden. Gelungene Bewegungssequenzen lassen sich herausschneiden und für die weitere Choreografie verwenden.
Zentrale Funktionen
Mit steps können Choreografierende mit einem Song oder einer bestehenden Choreografie starten. Freestyle-Aufnahmen lassen sich sichten und einzelne Sequenzen können herausgeschnitten, gespeichert oder in die Choreografie eingefügt werden. Varianten einer Bewegung können miteinander verglichen und passende Übergänge zwischen Sequenzen gezielt aufgenommen werden. Tags, Counts und eine Timeline helfen dabei, bestimmte Stellen im Video schneller wiederzufinden.
Variantenvergleich
Mehrere Versionen einer Bewegung können nebeneinander verglichen werden. Dadurch lassen sich Unterschiede in Timing, Ausdruck oder Übergang besser erkennen.
Besonderheit und Abschluss
steps orientiert sich an der tatsächlichen Arbeitsweise von Choreografierenden. Die Applikation schafft Struktur dort, wo im analogen Arbeiten häufig Unklarheit oder zusätzlicher Aufwand entsteht. So bleibt mehr Raum für das Entwickeln, Ausprobieren und Vermitteln von Bewegung.