Im Rahmen des Projekts konzipieren Studierende aus IG und KG in interdisziplinären Projektgruppen mediale, didaktische Installationen zu gegeben Sachinhalten aus einem breiten Themenspektrum.
Im 4. Semester Exhibition Design kooperierten die Studierenden mit dem Lindt Home of Chocolate in Kilchberg bei Zürich. Für die weltweit größte Schokoladen-Erlebniswelt entwickelten sie szenografische Konzepte und Digitale Exponate, die Markenwelt, Genuss und Wissensvermittlung verbinden – und dabei Nachhaltigkeit und faire Anbaukultur kritisch hinterfragen. Der Bogen reichte von der ersten Idee über Prototypen bis zur präsentationsreifen Ausstellungsgestaltung.
Das interaktive Ausstellungsstück macht die verborgenen Wege sichtbar, die eine Tafel Schokolade bis zu ihrem Konsum zurücklegt. Im Fokus steht der Vergleich zwischen konventioneller Schokoladenproduktion und dem „Bean-to-Bar“-Ansatz, bei dem der gesamte Herstellungsprozess von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel nachvollziehbar wird.
Während die klassische Produktion durch globale, oft komplexe Lieferketten geprägt ist, setzt „Bean to Bar“ auf Transparenz, kürzere Transportwege und eine gebündelte Verarbeitung in möglichst wenigen Produktionsstätten. Gleichzeitig rückt dieser Ansatz faire Arbeitsbedingungen und eine angemessenere Entlohnung für Kakaobauern stärker in den Mittelpunkt.
Die Installation übersetzt diese Unterschiede in eine visuelle und interaktive Erfahrung und lädt dazu ein, die ökologischen und sozialen Auswirkungen von Konsum neu zu betrachten.