Der Kurs Invention Design beschäftigt sich mit aktuellen Technologien, analysiert ihre gesellschaftliche Relevanz und ermöglicht die Gestaltung innovativer Produkte.
In diesem Kurs geht es darum, neue Technologien zu erforschen, ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu untersuchen und kreative Lösungen zu entwickeln. Der Kurs bietet eine spannende Möglichkeit, Technologie, Gesellschaft und Nachhaltigkeit zu verbinden und die TeilnehmerInnen zu befähigen, die Herausforderungen unserer Zeit kreativ anzugehen.
Viele lokale Zahnarztpraxen agieren heute noch auf einem administrativen Stand von vor 10–15 Jahren. Die Kommunikation findet primär analog statt (Telefon, Papier-Anamnesebögen, physische Patientenakten), und interne Prozesse sind stark manuell geprägt.
Konzept
Das Konzept umfasst eine geführte Online-Anamnese sowie rollenspezifische Dashboards für drei Nutzergruppen – Patienten werden Schritt für Schritt durch die Anamnese geführt, das Praxisteam (ZFA) erhält Anamnesen und Termine gebündelt, und die Praxisleitung bekommt die wichtigsten Kennzahlen im Überblick, sodass nutzerzentrierte Interaktionsgestaltung über alle Rollen hinweg umgesetzt wird. DentHub ist dabei als Plugin-System gedacht, das beliebige Zahnarztpraxen an ihr bereits bestehendes digitales Ökosystem anknüpfen können; Praxen, die noch keine Online-Präsenz besitzen, erhalten bei Bedarf zusätzlich ein vorgefertigtes Baukasten-Frontend, das die wichtigsten Informationen und Funktionen bereits abdeckt und nur noch mit den Inhalten der Praxis gefüllt werden muss.
Der Mehrwert – Entlastung im Praxisalltag
DentHub entlastet vor allem den Praxisalltag spürbar: Statt unleserliche Handschrift mühsam abzutippen, erhält das Team strukturierte, direkt ins Praxisverwaltungssystem übernommene Daten, kann Angaben schon vor dem Termin sichten und dadurch Gespräche gezielter führen – das senkt Tippfehler, reduziert Leerlauf und Warteschlangen an der Rezeption und schafft Freiraum für das Wesentliche: den Patienten, der die Anamnese zuvor in Ruhe, verständlich und barrierefrei von zu Hause ausgefüllt hat.
Research
Um DentHub nutzerzentriert zu entwickeln, habe ich zunächst mehrere Interview-Fragebögen erstellt und von beiden Zielgruppen – Patienten und Praxis – ausfüllen lassen, um herauszufinden, worauf beide Seiten in puncto UX Wert legen; anschließend habe ich verschiedene Anamnese-Varianten (Neu-Patient, Bestandspatient und minderjähriges Kind) ausführlich ausgearbeitet, ausgedruckt und von einer Zahnarztpraxis kritisch beleuchten lassen, um zu ermitteln, ob relevante Punkte fehlen oder Überflüssiges gestrichen werden kann.
Personas
Auf Basis der Umfrageergebnisse habe ich Personas erstellt, um die realen Bedürfnisse und Painpoints meiner Zielgruppen aus abstrakten Daten in greifbare Nutzerprofile zu übersetzen und meine Designentscheidungen so durchgehend an echten Nutzern statt an Vermutungen auszurichten.
Design Principles
Mood Board/ Entwürfe
Moodboards, Entwürfe und Rapid Prototyping haben mir geholfen, die visuelle Richtung, die Struktur und die Interaktion von DentHub bereits früh greifbar zu machen –
so konnte ich Ideen schnell testen, gezielt Feedback einholen und das Konzept Schritt für Schritt verbessern, statt Fehler erst in der fertigen Ausarbeitung zu bemerken.
DentHub überzeugt gerade in den oft übersehenen Details: Die bedingte Fragenlogik sorgt für lückenlose Anamnesen und sauber dokumentierte Einwilligungen, was die Behandlungssicherheit erhöht. Als anpassbares Plugin lässt es sich standortunabhängig in beliebige Praxen integrieren, und aus den erfassten Daten entstehen mit der Zeit wertvolle Einblicke für fundierte Entscheidungen. Gleichzeitig fallen monotone Routineaufgaben weg – das reduziert die Papierflut, ist nachhaltiger und steigert die Zufriedenheit im Team. Genau diese Verbindung aus Vollständigkeit, Anpassbarkeit, Nachhaltigkeit und Entlastung macht DentHub zu einem Konzept, das Digitalisierung als echten Fortschritt für alle Beteiligten begreift.