Wie und wo kann Kommunikationsgestaltung zum Nutzen der Gesellschaft eingesetzt werden. Anhand des Dachthemas »Spurensuche Schwäbisch Gmünd« haben die Studierenden verschiedene Plakate gestaltet.
Was bestimmt die Identität und den Charakter einer Stadt? Was zeichnet eine Stadt aus? Jeder von uns hat einen ganz eigenen Bezug zu Straßen und Plätzen und erschließt sich die Stadt, den Raum auf seine eigene Art und Weise. Unter dem Dachthema »Spurensuche Schwäbisch Gmünd« gilt es genau diese unterschiedliche Tonlagen und Blickwinkel sichtbar zu machen.
Inhalt des Faches
In dem Fach »Einführung in die Gestaltungsschwerpunkte« erproben die Studierenden in unterschiedlichen Formaten einfache Layout-Kompositionen. Ausgehend vom einzelnen Buchstaben, der kleinsten typografischen Einheit, bis hin zu komplexeren Layoutentwürfen wird der Umgang mit Schrift, Bild und Text kennengelernt. In unterschiedlichen Übungen werden formale Fragestellungen zu Form, Gegenform, Proportion, Kontrast oder Rhythmus im Bezug auf die Anwendung und Wirkung unterschiedlicher Schriften von den Studierenden untersucht und besprochen.
Im Projekt sollte ein A1-Plakat zum Thema „Stadtbilder Schwäbisch Gmünd“ gestaltet werden. Ziel war es, den Charakter und die Identität der Stadt aus einer persönlichen Perspektive sichtbar zu machen und zu untersuchen, wodurch ein Stadtraum geprägt wird. Dabei sollte deutlich werden, dass jede Person die Stadt unterschiedlich wahrnimmt und sich Räume individuell aneignet.
Das Plakat sollte einen selbstgewählten Ort oder Raum in Schwäbisch Gmünd interpretieren und eine eigene inhaltliche Ebene entwickeln. Der Fokus lag nicht auf einer dokumentarischen Darstellung, sondern auf einer individuellen gestalterischen Position, die persönliche Wahrnehmung, Nutzung oder Bedeutung des Stadtraums visuell übersetzt.
Das Plakat basiert auf Aussagen von Einwohnerinnen und Einwohnern verschiedener Altersgruppen und sozialer Hintergründe, die Schwäbisch Gmünd in drei Wörtern beschreiben sollten. Die gesammelten Begriffe wurden anschließend verdichtet und in positiv sowie negativ konnotierte Wortfelder unterteilt, die nun typografisch einander gegenübergestellt sind.
Durch diese Gegenüberstellung entsteht ein spannungsgeladenes Wechselspiel: Positive Attribute treten den negativen entgegen wodurch ein visueller Dialog zwischen Wahrnehmung, Stimmung und Realität entsteht