Ziel ist es, komplexe musikalische Zeichenstrukturen zu verstehen und in visuelle Ordnungen als Animation zu übersetzen. Im Fokus stehen das Entwickeln von Bewertungskompetenz und der gezielte Einsatz gestalterischer Methoden.
Verstehen komplexer grammatikalischer Zeichenbeziehungen im Auditiven (Musik) und deren unmittelbare Übersetzung in entsprechend komplexe visuellen Ordnungen (Film). Eine Musiksequenz wird durch die systematische Anwendung gestaltungsmethodischer Strategien in ein äquivalentes, gleichsam vielschichtiges, visuell konsistent interagierendes Zeichenrepertoire (Film) übersetzt.
Entwicklung von Bewertungskompetenz für Mitteilungsqualitäten visueller Prozesse. Intensive Übungsfolgen zu parametrisch entwickeltem visuellem Beschreiben der hierarchisch gegliederter Charaktereigenschaften von Instrumenten und später deren musikalischen Interaktion.
Kennenlernen und Nutzung umfangreicher Settings an relevanten Gestaltungsmethoden.
Unser Ziel ist die visuelle Darstellung eines Musikstücks. Wir haben uns als Gruppe für das Stück LOOMY aus einer Auswahl verschiedener Stücke entschieden. Die nordischen Musiker beschreiben ihren Stil selbst als „Liquid Layered Jazz”. Es ist ein Stück mit verschiedensten Instrumenten, die zusammen eher zufällig eine gemeinsame Melodie spielen. Dabei spielt das Saxophon eine zentrale Rolle. In verschiedenen Phasen über das ganze Semester haben wir das Musikstück bis auf die einzelnen Instrumente zerlegt und analysiert. Aus der Analyse wurde mithilfe von Übungen wie dem Morphologischen Kasten das Stück anschließend wieder aufgebaut. Diesmal jedoch nicht auditiv, sondern visuell. Das Ergebnis ist ein bewusst und gezielt gestaltetes Gesamtstück, in dem Musik und Bild in ihrer eigenen Form die gleiche Sprache sprechen.