Studierende lernten, die User Experience durch einen ganzheitlichen Designprozess zu gestalten, beginnend mit der Problemdefinition bis hin zum App-Prototypen.
Projektthema
Im Mittelpunkt stand die Gestaltung optimaler Nutzererlebnisse unter Verwendung von UX-Designmethoden. Der Prozess umfasste User Research, Konzeptentwicklung, Entwürfe und das Prototyping, speziell ausgerichtet auf die Entwicklung einer App für Smartphones. Die Projekte waren jeweils zugeschnitten auf spezifische Anwendungsbereiche wie Gesundheit, Organisation oder Produktivität.
Inhalt des Faches
Die Teilnehmenden des Kurses erwarben methodische und analytische Fähigkeiten, um UX-Designkonzepte effektiv umzusetzen. Sie lernten, Nutzerforschungsmethoden wie User Journeys, Experten- und Konsumentenbefragungen oder Stakeholdermaps anzuwenden, um Anforderungen zu analysieren und unterschiedliche Nutzergruppen zu definieren. Durch die Anwendung von Designmethoden wurde ein iterativer Gestaltungsprozess durchlaufen, in dem Prototypen verschiedener Ausarbeitungsgrade erstellt und hinsichtlich ihrer Benutzbarkeit und Usability getestet wurden. Als Ergebnis setzten die Studierenden eine App für Smartphones oder Tablet prototypisch um, mit dem Ziel, ein tiefes Verständnis für die Bedeutung der Nutzererfahrung in der Gestaltung von Anwendungen zu vermitteln und sie zu befähigen, intuitive und ansprechende Benutzeroberflächen zu gestalten.
signo - Restaurant-App für Gehörlose und Schwerhörige
Kommunikationsbarrieren im Restaurantbesuch
Der Restaurantbesuch ist eigentlich ein sozialer Moment – gemeinsames Essen, Gespräche, neue Eindrücke. Für gehörlose, schwerhörige Menschen wird er jedoch schnell zu einer Herausforderung. Kommunikation, die für andere selbstverständlich ist, kann hier zur Barriere werden: Speisekarten sind oft ausschließlich textbasiert, Gestik und Mimik werden missverstanden, und das Servicepersonal ist meist nicht auf alternative Kommunikationsformen wie Gebärdensprache vorbereitet.
signo
Mit signo entwickeln wir eine App, die genau an dieser Stelle ansetzt. Sie schafft eine Brücke zwischen Restaurant und Gast, indem sie Kommunikation vereinfacht und visuell zugänglich macht. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Sicherheit zu vermitteln und den Restaurantbesuch wieder zu einem angenehmen Erlebnis zu machen.
Und so funktioniert signo
Im Bereich Entdecken können Nutzer:innen Restaurants finden, die inklusiv und barrierefrei sind. Dabei lassen sich gezielt Filter wie Barrierefreiheit, Lautstärkepegel oder Gebärdensprachkenntnisse des Personals anwenden. Jedes Restaurantprofil enthält die wichtigsten Informationen sowie die Speisekarte. Liegt diese nicht digital vor, kann sie einfach eingescannt werden – die KI wandelt sie anschließend in eine leicht verständliche visuelle Darstellung um. Ausgewählte Gerichte können direkt in der App bestellt werden.
Der Kommunikationsassistent unterstützt die Verständigung zwischen Gästen und Servicepersonal. Dafür stehen Textbausteine und Gebärdenvideos zur Verfügung, die eine einfache visuelle oder schriftliche Kommunikation ermöglichen.
Alle Funktionen im Überblick
Gestaltung und visuelle Identität
Das Design von Signo steht für Klarheit, Wärme und Barrierefreiheit. Ein kontrastreiches Farbschema mit Rot‑Orange als Signalfarbe und dunklem Blau für Texte sorgt für Orientierung und Lesbarkeit. Die Systemschrift SF Pro unterstützt mit ihrer klaren, variablen Form eine ruhige Typografie. Großzügige Abstände, sanfte Grautöne und bildgestützte Icons schaffen eine freundliche, moderne und vertraute Atmosphäre.
Ziel
signo fördert Teilhabe im Restaurant-Alltag, stärkt die Selbstständigkeit der Nutzer:innen und schafft Bewusstsein für inklusive Kommunikation. So wird Essen gehen zu dem, was es sein sollte: ein gemeinsames Erlebnis – ohne Barrieren.
Video
Hinweis: Die dargestellten Gebärden stammen aus KI-Generierung und ersetzen keine echte Deutsche Gebärdensprache (DGS).