„What’s on your plate?“ visualisiert ein Problem, dessen Ausmaß sich die meisten nicht bewusst sind, welches oft verdrängt oder unterschätzt . Im Fokus steht das Thema Massentierhaltung und die Massentötung von Nutztieren. Allein in Deutschland werden jedes Jahr Hunderete-Millionen Tiere für den Fleischkonsum getötet. Wir wollten diesen unsichtbaren Zahlen einen Raum geben, den man nicht nur sehen sondern auch hören kann. Mithilfe von Daten von Our World in Data zeigen wir das enorme Ausmaß dieser Industrie und regen dazu an, den eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen.
Themenfindung
Wir haben zunächst verschiedene gesellschaftliche Themen angeschaut - unter anderem den Gender Pay Gap, Screentime, Kindersterblichkeit und Artensterben. Am Ende blieb von unserer Recherchie drei Themen übrig, die uns besonders wichtig waren. Femizide – also die gezielte Tötung an Frauen, war für uns eines der ersten Themen. Uns fiel auf, dass in den Medien oft über allgemeine Gewalt berichtet wird, aber die strukturelle Gewalt gegen Frauen dabei häufig zu kurz kommt. Leider war der Datensatz dazu unvollständig oder veraltet. Die Visualisierung wäre also sehr Inakkurat gewesen.
Ein weiteres Thema war der Konflikt in Palästina.
Hier ging es uns um die Darstellung der zivilen Opfer, durch israelische Angriffe auf palästinensische Zivilisten.
Aber da der Konflikt noch sehr aktuell ist, hatten wir hier Schwierigkeiten Datensätze zu finden, die von einem neutralen Boden kommen. Wir wollten ein Thema, das faktenbasiert und visuell klar umsetzbar ist – und das war hier aber leider noch nicht möglich.
Dann haben wir über die Massentierhaltung gesprochen. Denn auch in Deutschland, wie im fast jeden Land der Welt, leben Tiere sehr eng aufeinander. Von da ist unser Gedanke umgeschwungen zur Massentötung von Nutztieren.
Die Visualisierung
Anfangs haben wir erstmal ein paar Ideen zur unserer Visualisierung gesammelt. Wir wollten unbedingt auch mit Ton arbeiten, sodass man die Statistik nicht nur sehen, sondern auch hören kann.
Die Überlegung war, den Ton durch ein Metronom darzustellen, dass für jedes getötete Tier ein Mal mit dem Zeiger schlägt.
Da dies allerdings mit mehreren Tieren unübersichtlich wurde, haben wir uns für einen Kreis entschieden, auf welchen kleinere Kreise sich drehen und immer, wenn sie oben sind, ertönt der Laut.
Unsere finale Anordnung sah dann so aus:
Ein Balkendiagramm zeigt die die Anzahl geschlachteter Tiere nach ausgewählten Tierarten und wie viel sie durchschnittlich bei ihrem Tod gewogen haben. Man kann die 7 meist getöteten Tiere miteinander Vergleichen. Für jedes Tier das pro Sekunde stirbt, ertönt ein Laut, welches auch nochmal durch eine simple dargestellte Uhr visualisiert wird. Darüber wird erklärt, wie viele Tiere in Deutschland jährlich sterben.
Während eine andere digitale Uhr vorwärts tickt, zeigt sie auch an wie viele Tiere umgerechnet um diese Uhrzeit schon gestorben wären.