In diesem Kurs kombinieren die Studierenden nutzerzentrierte Designmethoden und Design Futuring (Zukunftsforschung), um verschiedene Zukünfte jenseits des vorherrschenden Verständnisses von Cybersicherheit zu erforschen.
In diesem Kurs setzen sich die Studierenden intensiv mit den Methoden des „Design Futuring“ auseinander. Dabei lernen sie, ihre Designansätze von einer auf die nutzende Person fokussierten Methode zu einem zukunftsorientierten Ansatz (Zukunftsforschung) zu erweitern. Hierbei erforschen die Studierenden, welche zukünftigen Möglichkeiten sich ergeben könnten und welche davon wünschenswert sind.
Unter dem übergreifenden Thema „Powertools 2035 – Zukünfte des Bauhandwerks in einer nachhaltigen Welt“ entwickeln die Studierenden ein Projekt, das Zukünfte der Handwerks entweder innovativ vorantreibt, spekulativ beleuchtet oder kritisch hinterfragt. Dies kann etwa durch die Analyse und Verbesserung bestehender Objekte, Produkte, Werkzeuge oder Dienstleistungen erfolgen.
Die Projekte werden ausschließlich in Teams von 2-4 Studierenden bearbeitet. Zu Beginn des Semesters tauchen die Studierenden gemeinsam mit Mitarbeitenden und Experten bei Festool – in das Handwerk im weitesten Sinne ein, um bestehende Zukunftsvorstellungen zu erkunden und mögliche Szenarien zu entwickeln.
Im Jahr 2036 hat sich durch künstliche Intelligenz grundlegend verändert, wie Kinder lernen. Sie liefert Antworten, oft bevor eigenständiges Denken überhaupt gefragt ist. Diese Entwicklung fordert bestehende Lernformen heraus und kritisches Denken und Kreativität drohen dabei zu kurz zu kommen. Für STAEDTLER kommt hinzu, dass der Markt für klassische Schreib- und Kreativwerkzeuge durch digitale Gewohnheiten und globalen Wettbewerb ohnehin unter Druck steht.
ANALOG+
Auf diese Entwicklung reagiert STAEDTLER mit einer neuen Produktlinie: ANALOG+. Sie stärkt analoge Lern- und Denkprozesse im Alltag von Kindern als Grundlage für kritisches Denken und menschliche Entwicklung und schafft eine verantwortungsvolle Brücke in die digitale Welt. Die Systemlogik versteht sich als neues, flexibel erweiterbares Sortiment von STAEDTLER, das sich nicht auf eine feste Lösung beschränkt. STAEDTLER entwickelt sich dadurch zu einer Marke, die kreative Denkprozesse aktiv begleitet und neue Impulse für Lernen und Gestaltung setzt.
KONZEPT
Digital Pack
Im Zentrum von ANALOG+ steht der StudyBuddy, ein Lernbegleiter, der Kindern nicht einfach sagt, was richtig und falsch ist, sondern sie dazu bringt, es selbst herauszufinden. Er verzichtet bewusst auf ein Display und führt stattdessen ausschließlich über Sprache, Geräusche und Musik durch interaktive Geschichten. Über Mikrofon und Kamera erfasst er, was das Kind mit Stiften, FIMO und anderen Materialien zeichnet, baut oder gestaltet, und entwickelt die Handlung danach weiter.
Analog Pack
Ergänzt wird das Digital Pack durch themenspezifische Analog Packs. Jedes enthält eine interaktive Geschichte, einen passenden Buddy-Hut sowie eine Auswahl speziell abgestimmter STAEDTLER-Produkte wie Buntstifte oder Modelliermasse. Jede Geschichte ist auf rund 20 Stunden Spiel- und Lernzeit ausgelegt.
Geschichten
Die Geschichten sind nach Altersgruppen aufgeteilt. Doch statt einer Geschichte nur zuzuhören, gestaltet das Kind aktiv mit, an entscheidenden Momenten in der Handlung muss es zeichnen, basteln und formen mit Stiften, FIMO und anderen Materialien. Der StudyBuddy erfasst das und erzählt die Geschichte davon ausgehend weiter. Jede Entscheidung verändert so den Verlauf, aus einer Geschichte werden dutzende verschiedene Möglichkeiten, kein Weg ist falsch, aber jeder führt anders weiter. So wird erlebbar, dass Handlungen unterschiedliche Konsequenzen haben, Kinder lernen vorauszudenken, Verantwortung zu übernehmen und erkennen, dass es selten nur die eine richtige Lösung gibt. Gemeinsam mit dem Bildungsverlag Klett werden die Geschichten so entwickelt, dass sie gezielt kritisches Denken sowie Kompetenzen fördern, die Kinder im Alltag brauchen.
Fazit
Mit dem StudyBuddy wurde ein Konzept entwickelt, das den aktuellen Herausforderungen digitaler Bildung aus einer neuen Perspektive begegnet: Statt Kinder stärker an Bildschirme zu binden, nutzt das System künstliche Intelligenz als unterstützende Technologie, um analoges, kreatives und selbstbestimmtes Lernen zu ermöglichen. Durch interaktive Geschichten, adaptive Entscheidungswege und kreative Aufgaben werden Kinder motiviert, Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen und Probleme eigenständig zu lösen.