In diesem Kurs kombinieren die Studierenden nutzerzentrierte Designmethoden und Design Futuring (Zukunftsforschung), um verschiedene Zukünfte jenseits des vorherrschenden Verständnisses von Cybersicherheit zu erforschen.
In diesem Kurs setzen sich die Studierenden intensiv mit den Methoden des „Design Futuring“ auseinander. Dabei lernen sie, ihre Designansätze von einer auf die nutzende Person fokussierten Methode zu einem zukunftsorientierten Ansatz (Zukunftsforschung) zu erweitern. Hierbei erforschen die Studierenden, welche zukünftigen Möglichkeiten sich ergeben könnten und welche davon wünschenswert sind.
Unter dem übergreifenden Thema „Powertools 2035 – Zukünfte des Bauhandwerks in einer nachhaltigen Welt“ entwickeln die Studierenden ein Projekt, das Zukünfte der Handwerks entweder innovativ vorantreibt, spekulativ beleuchtet oder kritisch hinterfragt. Dies kann etwa durch die Analyse und Verbesserung bestehender Objekte, Produkte, Werkzeuge oder Dienstleistungen erfolgen.
Die Projekte werden ausschließlich in Teams von 2-4 Studierenden bearbeitet. Zu Beginn des Semesters tauchen die Studierenden gemeinsam mit Mitarbeitenden und Experten bei Festool – in das Handwerk im weitesten Sinne ein, um bestehende Zukunftsvorstellungen zu erkunden und mögliche Szenarien zu entwickeln.
Wir glauben an Kreativität als Kernkompetenz der Zukunft und dass jeder Mensch kreativ sein kann. Deshalb wollen wir die Menschen mit diesem Projekt dazu zu ermutigen, ihre verborgene Kreativität neu zu entdecken, so dass sie wieder in der Lage sind, ganz ohne Scham kreativ zu denken.
Zukunftsszenarien
Bis 2035 verlagern sich Alltag, Arbeit und Konsum immer stärker in digitale Räume, KI übernimmt Routineaufgaben und Kaufentscheidungen, wodurch der stationäre Handel unter Druck gerät. STAEDTLER positioniert sich in dieser Zukunft als Oase in der digitalen Welt: Als analoger Gegenraum zu digitalem Dauerzustand, Perfektionsdruck und Vergleich, der Menschen ermutigt, kreativ zu werden und Vertrauen in die eigene Kreativität zu gewinnen.
Vision
STAEDTLER glaubt an Kreativität als Kernkompetenz der Zukunft und daran, dass jeder Mensch kreativ sein kann. Die Vision ist eine Gesellschaft, in der Kreativität angstfrei, gemeinschaftlich und ohne Perfektionsdruck gelebt wird – mit Fokus auf Freude, Prozess und persönlichem Ausdruck statt auf Konkurrenz und Ergebnis.
Mission
Die Mission von STAEDTLER ist es, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Kreativität zu entdecken und ohne Scham kreativ zu arbeiten. Besonders angesprochen werden Menschen, die an ihrer Kreativität zweifeln oder eine analoge Auszeit von der digitalen Welt suchen. STAEDTLER nimmt Druck aus kreativen Prozessen, fördert Neugier, Offenheit und Mut zum Machen und stärkt so menschliche Kreativität in einer zunehmend KI-geprägten Welt.
KONZEPT
Part I: Kommunikationsstrategie
Unsere Analyse zeigt, dass STAEDTLER seine Markenwerte bislang nicht konsistent kommuniziert und dadurch keine klare Markenidentität vermittelt. Um die Wiedererkennbarkeit zu stärken, empfehlen wir ein einheitliches Markenbild über alle Submarken hinweg sowie eine klare Kommunikation von Mission und Vision. Die Markenkommunikation sollte zielgruppengerecht, emotional und narrativ gestaltet sein, um Menschen zu motivieren, Kreativität ohne Scham zu entdecken und eine stärkere emotionale Bindung zur Marke aufzubauen. Für das Creative Gym wurde deshalb ein Gestaltungssystem entwickelt, das die bestehende Markenidentität aufgreift und durch drei Ebenen – eine ruhige Basis, eine informative Typografie und eine expressive, kreative Ebene – ein konsistentes, flexibles und unverwechselbares Erscheinungsbild schafft.
Part II: STAEDTLER Hub
Der STAEDTLER Hub ist als offener Erlebnis- und Begegnungsraum konzipiert, der Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu Kreativität ermöglicht. Durch Bereiche wie den Produkt- und Testbereich, Materialverleih, offene Arbeitsflächen und den Ausstellungsbereich werden Inspiration, gemeinsames Erleben und eigenständiges kreatives Arbeiten miteinander verbunden. Im Zentrum steht der Creative Gym, der Kreativität als trainierbare Fähigkeit versteht und mit Kursen, Workshops sowie spielerischen Methoden gezielt Scham und Perfektionismus abbaut, gestalterische Kompetenzen vermittelt und die eigene Intuition stärkt. Die Ausstellung von Arbeiten aller Erfahrungsstufen unterstützt diesen Ansatz zusätzlich, indem sie zeigt, dass nicht Perfektion, sondern der kreative Prozess im Vordergrund steht.
Das Geschäftsmodell basiert auf fünf sich ergänzenden Säulen: einer Membership, Einzelkursen, Materialverleih, Produktverkauf und B2B-Angeboten für Unternehmen. Ergänzt wird dieses System durch die STAEDTLER Card, die als zentrales Bindeglied Zugang, Bezahlung, Membership-Funktionen und ein Belohnungssystem vereint und langfristige Kundenbindung sowie Community-Aufbau fördert. Die Umsetzung des Konzepts erfolgt schrittweise über eine Roadmap – von ersten Proof-of-Concepts auf Kreativmessen über Pop-up-Stores zum Community-Aufbau bis hin zu festen Hubs und einem internationalen Marken-Ökosystem, das STAEDTLER langfristig als Partner für Kreativität positioniert.
Part III: Signature Products
Die Signature Products sind das zentrale Alleinstellungsmerkmal des STAEDTLER Hubs und verbinden kreatives Lernen mit einem greifbaren Ergebnis. Statt fertige Produkte zu verkaufen, entstehen sie im Rahmen strukturierter Kursformate, in denen Teilnehmende durch einen angeleiteten kreativen Prozess eigene Muster und Gestaltungen entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf dem gemeinsamen Experimentieren, dem Abbau von Scham und Perfektionismus sowie der Erkenntnis, dass Kreativität eine trainierbare Fähigkeit ist. Die entwickelten Designs werden anschließend gemeinsam mit Kooperationspartnern in hochwertige Produkte – beispielsweise Lampenschirme – übersetzt und digital dokumentiert, sodass der kreative Prozess nachhaltig erlebbar bleibt.
Für STAEDTLER schaffen die Signature Products einen Mehrwert, der weit über den Verkauf von Materialien hinausgeht: Sie verbinden Produkte, Community und Markenerlebnis und positionieren die Marke als Ermöglicher kreativer Prozesse. Gleichzeitig ist das Konzept flexibel skalierbar und lässt sich in Kursen, Pop-up-Formaten sowie Kooperationen mit Künstler:innen und Unternehmen einsetzen. So werden die Markenwerte und die Leitidee „Everything is your canvas“ nicht nur kommuniziert, sondern durch ein einzigartiges Erlebnis unmittelbar erfahrbar gemacht.