In der Bachelor-Arbeit im 7. Semester bearbeiten die Studierenden anhand eines frei wählbaren Themas ein Gestaltungsprojekt, in dem sie ihre erlernten Kenntnisse in Recherche, Konzept und Entwurf praktisch anwenden.
GRYP – Ein universelles Adaptersystem für die barrierefreie Kosmetiknutzung
GRYP ermöglicht Menschen mit motorischen Einschränkungen der Hände die eigenständige, schmerzarme Nutzung herkömmlicher Kosmetikprodukte. Viele Betroffene, etwa durch Arthrose, Rheuma oder altersbedingten Kraftverlust, verlieren im Alltag die Fähigkeit, kleine Verschlüsse zu öffnen oder schmale Applikatoren sicher zu greifen. Bestehende Lösungen adressieren dieses Problem bislang nur unzureichend:
Klassische Greifhilfen aus dem Sanitätsfachhandel sind zwar funktional, wirken jedoch klinisch und stigmatisierend, während inklusive Kosmetikmarken ein ansprechendes Design bieten, dabei aber an ein geschlossenes, meist teures Eigensortiment gebunden sind.
Genau in dieser Lücke setzt GRYP an. Anstatt für jedes einzelne Produkt eine eigene Lösung zu entwickeln, passt sich ein universeller Adapter mit flexiblem Silikon-Inlay an nahezu jede handelsübliche Verpackung an, unabhängig von Marke oder Durchmesser. Beim Einstecken wird das Produkt automatisch zentriert und mit gleichmäßigem Druck fixiert, sodass kein Pinzettengriff und keine Drehbewegung mehr notwendig sind. Eine ergänzende Basisstation sorgt dafür, dass die Kosmetikprodukte sicher in den Adapter eingesteckt werden können, und dient gleichzeitig als Aufbewahrung auf dem Schminktisch oder im Badezimmer.
Im Zentrum steht dabei die Überzeugung, dass Hilfsmittel nicht auf Kosten von Ästhetik und Würde gehen müssen.
GRYP orientiert sich bewusst an der Formensprache hochwertiger Kosmetikprodukte statt an klinischen Hilfsmitteln und macht so sichtbar, dass gute Gestaltung und Barrierefreiheit kein Widerspruch sind.