In der Bachelor-Arbeit im 7. Semester bearbeiten die Studierenden anhand eines frei wählbaren Themas ein Gestaltungsprojekt, in dem sie ihre erlernten Kenntnisse in Recherche, Konzept und Entwurf praktisch anwenden.
Viele Menschen wechseln im Laufe eines Tages zwischen Arbeit, Freizeit und Sport. Dabei ändern sich die Anforderungen an ihre Tasche – und die wichtigsten Alltagsgegenstände müssen häufig umgepackt werden. Je nach Person gehören dazu beispielsweise Smartphone, Schlüssel, Geldbeutel, Trinkflasche, Kopfhörer oder ein Snack. Gleichzeitig sammeln sich diese Gegenstände oft ungeordnet am Taschenboden und sind nur schwer wiederzufinden.
Das Projekt „Modulare textile Trageobjekte“ entwickelt dafür ein variables Trageobjektsystem. Die Module übernehmen unterschiedliche Funktionen und können einzeln, miteinander oder in Kombination mit dem Hauptmodul genutzt werden. Verbunden werden sie über ein eigens entwickeltes System aus Keder und Clipleisten. Dadurch lassen sich Module schnell austauschen, neu anordnen oder erweitern.
Persönliche Essentials können dauerhaft in einem Modul bleiben und als Einheit zwischen verschiedenen Konfigurationen übernommen werden. Die funktionale Aufteilung der Module schafft Ordnung und sorgt dafür, dass häufig genutzte Gegenstände schnell erreichbar bleiben. Gleichzeitig ermöglicht die additive Volumenerweiterung, das Trageobjekt durch zusätzliche Module genau dann zu vergrößern, wenn mehr Stauraum benötigt wird. Das System passt sich so unterschiedlichen Nutzungssituationen an – vom Geschäftstermin über den Sport bis zum spontanen Einkauf – und kann jederzeit erweitert werden.
Die Endmodelle bestehen aus textilen Materialien und 3D-Druck-Teilen und wurden vollständig in Eigenarbeit gefertigt. Ziel des Projekts ist es, ein variables Trageobjektsystem zu entwickeln, das den Wechsel zwischen Alltag, Freizeit und Sport vereinfacht und sich langfristig an unterschiedliche Nutzungsszenarien anpassen lässt.