Die Studierenden realisieren in Zusammenarbeit mit dem Bundeswettbewerb KI und dem Tübingen Artificial Intelligence Center eine virtuelle Ausstellungssituation.
Der Bundeswettbewerb KI hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, im Dialog Schüler*innen aktuelle Schlüsseltechnologien zu vermitteln: Was ist ein Algorithmus? Wie geht maschinelles Lernen? Wie funktioniert ein Chatbot? Gibt es schon künstliche Intelligenz? Zu diesem Zweck soll eine Web-App entwickelt werden, die spielerisch die vielschichtige Entwicklung der Technologien nachzeichnet, die heute landläufig unter dem Begriff „Künstliche Intelligenz“ zusammengefasst werden.
Lehrinhalt
Grundfragen zur Vermittlung in Ausstellungsinhalten im Netz
Was ist sofort sichtbar und was kann von Nutzer entdeckt werden? Welches Verhältnis haben verschiedene mögliche Kanäle (Text/Bild Layout, Hörspiel, Erklärfilm)?
Wie wird die Bedienung eines solchen Kommunikationssystems nutzer- freundlich? Welche Sachverhalte kann Informationsgestaltung erklären? Wie entsteht daraus ein Gesamtkonzept?
Lernziel
Aufarbeitung medialer Inhalte, Einblicke in die kuratorische Praxis, interdisziplinäres Arbeiten im Spannungsfeld von Medienproduktion, Wissensvermittlung und Technologie. Erarbeiten von bedienbaren Prototypen.
Prof. Marc Guntow, Prof. Jens Döring, Benjamin Thomsen
Deepfakes
Videos können heutzutage durch den Einfluss einer künstlichen Intelligenz so manipuliert werden, dass sich auditive und/oder visuelle Inhalte verändern - sogenannte Deepfakes. Wir setzen uns mit der Technologie dahinter (Generative Adversarial Networks) auseinander, aber auch mit den verscheidenen Anwendungsbereichen oder der geschichtlichen Entwicklung der Bildbearbeitung.
Endprodukt ist eine Website mit einem Video als Einstieg, über welche die Informationen vermittelt werden. Diese können Sie sich über den Button “Zur Demonstration” rechts ganz einfach selbst anschauen. Bitte verwenden Sie hierfür jedoch Google Chrome, da die Website auf andere Browser nicht optimal angepasst ist.
Strukturierung
Nach ausführlichem Research und dem Ausprobieren verschiedener Techniken zum Erstellen von Deepfakes entschieden wir uns dafür, drei Themen-Kategorien abzubilden: Eyecatcher (Eigener Deepfake), Erklärung (=GANs, Arten von Deepfakes) und Kontext (Geschichte, Ethik/Anwendung).
In dem Video zu Beginn wollten wir bereits unsere Kernaussage vermitteln: Die Gefahr durch Deepfakes. Je nach Interesse kann das Wissen dann anschließend vertieft werden.
Eigener Deepfake
Unserer Deepfake wurde aus dem Video von Oliver (ohne Bart) und einem weiteren Video von Demian (mit Bart) erstellt. Die Software identifizierte das Gesicht von Oliver und ersetzte es durch ein künstlich erzeugtes Gesicht, als dessen Vorlage Demian diente.
Wir erstellten unser Video mithilfe von DeepFaceLab – nach unseren Recherchen das beste, frei zugängliche Tool für Deepfakes. Dafür mussten wir die Software ca. 1 Woche lang laufen lassen. Anschließend haben wir das Video noch mit After Effects nachbearbeitet.