Der Kurs Invention Design beschäftigt sich mit aktuellen Technologien, analysiert ihre gesellschaftliche Relevanz und ermöglicht die Gestaltung innovativer Produkte.
In diesem Kurs geht es darum, neue Technologien zu erforschen, ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu untersuchen und kreative Lösungen zu entwickeln. Der Kurs bietet eine spannende Möglichkeit, Technologie, Gesellschaft und Nachhaltigkeit zu verbinden und die TeilnehmerInnen zu befähigen, die Herausforderungen unserer Zeit kreativ anzugehen.
Wie könnte man Menschen in medizinischen Notfällen an für Rettungskräfte schwer zugänglichen Orten eine erweiterte Erste Hilfe ermöglichen, um die Zeit bis zum Eintreffen der First Responder zu überbrücken?
Annahme
KI wird spätestens in ein einigen Jahren in der Lage sein Medizinische Diagnosen mindestens so gut wie Ärzte zu erstellen und zu interpretieren um entsprechende Handlungsempfehlungen zu generieren.
Aus dieser Annahme hat sich die Leitfrage für AID ASISST abgeleitet:
Wie könnte ein Produkt gestaltet sein was in in einer absoluten Ausnahme Situation einem Laien ermöglicht eine medizinische Behandlung durchzuführen?
Die Antwort:
Ein smarter Erste Hilfe Koffer welcher selbständig eine Diagnose durchführen und Schritt für Schritt, einfach verständlich erklären kann wie dem Patienten geholfen werden kann.
Dabei soll das System den gesamten verlauf von Diagnose bis zur übergaben an die Rettungskräfte abdecken.
Interface
Der Koffer muss in einer absoluten Ausnahme Situation bedienbahr sein, Bei Wind, Wetter und Überforderung.
Um das zu ermöglich hat AID ASSIST eine eigens entwickelte Folientastatur.
Diese besteht primär nur aus vier Buttons. unter den Buttons befinden sich OLED Displays. Dadurch kann die Belegung der Buttons in jedem Schritt geändert und eine neu Funktion zugeordnet werden bzw. wenn sie nicht belegt sind, ganz ausgeschaltet werden.
Die eigentliche Folie ist an den Stellen an denen sich die Buttons befinden mit einer Gloss Schicht bedruckt. Dadurch kann die Position der Buttons auch blind erfühlt werden.
Zusätzlich zu den vier Auswahl Buttons verfügt AID Assistent noch über einen Physischen zurück Button sowie einen Panik Button. Dieser kann jeder Zeit gedrückt werden Falls sich der Benutzer mit der Situation überfordert fühlt oder etwas passiert was nicht vom System registriert wird.
Diagnoßegriff
Unterhalb des Interface ist im Koffer der Diagnoßegriff eingelassen.
Dieser ist mit einer Kamera, einem Infrarot Temperatur Sensor und einem Licht ausgestattet.
Patientenpreset
AID ASISST ermöglicht bereits vor Reiseantritt potentielle Patienten anzulegen.
Dadurch hat das hat das System in der Notsituation bereits relevante Information über bspw. Vorerkrankungen oder Medikamente welche regelmäßig eingenommen werden.
Beim Start das Systems kann dann ein bereits angelegter Patient ausgewählt werden.
Diagnoßeschema
Die Diagnose beruht auf den Schemen anhand denen echte Rettungskräfte eine Diagnose durchführen.
Die Primär Untersuchung beruht auf dem cABCDE Schema dabei werden folgende Aspekte nacheinander untersucht:
c – Critical Bleeding: Hat der Patient irgendwo Kritische Blutungen?
A – Airway: Sind die Atemwege frei?
B – Breathing: Atmet der Patient ausreichend?
C – Circulation: Arbeitet das Herz-Kreislauf-System?
D – Disability: Wie ist der neurologische Zustand? Ist der Patient bei Bewusstsein?
E – Exposure / Environment: Der Patient wird (soweit nötig und zumutbar) entkleidet, um versteckte Verletzungen, Hautausschläge oder Ähnliches zu finden.
Die Krankheitsgeschichte wird nach dem SAMPLER Schema untersucht:
S – Symptome: Was genau sind die aktuellen Beschwerden?
A – Allergien: Gibt es bekannte Allergien (besonders gegen Medikamente)?
M – Medikamente: Nimmt der Patient regelmäßig Medikamente ein?
P – Patientengeschichte: Welche Vorerkrankungen gibt es?
L – Letzte…: Wann war die letzte Mahlzeit / Flüssigkeitsaufnahme
E – Ereignis: Was hat der Patient unmittelbar vor dem Notfall getan?
R – Risikofaktoren: Raucher, familiäre Vorbelastungen, Schwangerschaft etc.
Einiger dieser Punkte werden bereits im Vorhinein durch die Auswahl eines bereits angelegten Patienten beurteilt.
Schmerzen oder andere Spezifische Symptome werden nach dem OPQRST Schema beurteilt.
O – Onset (Beginn): Wann fing der Schmerz an? Plötzlich oder schleichend?
P – Provocation / Palliation: Was macht den Schmerz besser oder schlimmer?
Q – Quality: Wie fühlt sich der Schmerz an (stechend, dumpf, brennend, drückend)?
R – Region / Radiation: Wo genau tut es weh? Strahlt der Schmerz aus?
S – Severity: Wie stark ist der Schmerz auf einer Skala von 0 bis 10?
T – Time: Hat sich der Schmerz seit dem Beginn verändert ?
Falls sich die Situation während der Behandlung verändert werden diese Schemen immer wieder von vorne durchgearbeitet.
Behandlungsschema
Die Behandlung basiert auf sogenannten SAA und PRBs das sind Standardarbeitsanweisungen und Behandlungspfade im Rettungsdienst. In diese Dokument sind für sämtliche Situationen standardisierte Behandlungesschemen erläutert. Mit diesem Dokument wird die Lokale KI trainiert um aufgrund der entsprechenden Diagnosen Handlungsanweisungen auszugeben.
Leitsystem
Im Koffer ist ein Leitsystem verbaut.
Die behandelnde Person findet so direkt das Medizinische Equipment was sie in diesem Moment benötigt.
Überwachung
Sobald die Behandlung abgeschlossen ist überwacht der Koffer den Patienten so lange bis die Rettungskräfte eintreffen.
Fals sich die Situation verändert löst der Koffer einen Alarm aus. Der gesamte Prozess wir dann noch einmal von vorne durchgearbeitet. Die KI hat aber bereits alle Informationen was bereits behandelt wurde oder welche Medikamente verabreicht wurden.