Das Dachthema »Radikal, hoffnungslos – hoffnungsvoll«? soll in der Arbeit als eine Metapher und als ein Sinnbild für das Leben und eine Gesellschaft betrachtet und verstanden werden.
Nie lebten mehr Menschen auf der Erde, nie war unser Einfluss auf den Planeten größer, nie waren wir enger vernetzt – unsere Gesellschaft wandelt sich immer rasanter. Hoffnung, Lethargie, Zukunfsängste, was bedeutet eine zunehmende Polarisierung für unsere Gesellschaft? Eine spürbare Verdrossenheit greift umsich – die politischen Ränder gewinnen deutlich an Einflussnahme. Wie wir heute leben veranschaulicht die Vielfalt und die Widersprüche unserer Zivilisation.
Die Arbeit kann sowohl pro und kontra Perspektiven aufzeigen und dokumentarisch, kritisch, ironisch, überhöht oder romantisiert das Thema kommunizieren.
Lehrinhalt
Welche Möglichkeiten eröffnen sich mittels der Fotografie, einer Bildsprache, Text, Typografie und Grafik das Thema darzustellen?
Das Magazin widmet sich der Graffiti-Szene als einer selbstgewählten Gemeinschaft, die durch Leidenschaft, Vertrauen und Kreativität verbunden ist. Trotz ihrer Anonymität und Unsichtbarkeit im öffentlichen Raum entsteht ein starker Zusammenhalt – geprägt von gemeinsamen Werten und dem kreativen Ausdruck auf derselben Leinwand: der Stadt. Dieses Spannungsfeld zwischen Verbundenheit und Anonymität bildet den Kern des Magazins.
Durch einen erzählerischen Aufbau führt das Magazin die Betrachtenden Schritt für Schritt in die Graffiti-Kultur ein und vermittelt einen authentischen Einblick in die Menschen hinter den Werken. Fotografien, Interviews und gestalterische Elemente schaffen eine atmosphärische Erzählung, die dazu einlädt, in die Szene einzutauchen.
Das Cover und die Rückseite wurden eigens für das Projekt gesprüht und greifen die Ästhetik des Graffiti unmittelbar auf. Nach dem Druck wurde jedes Exemplar von Hand gebunden und anschließend mit handgezeichneten Markierungen ergänzt. Diese Eingriffe – darunter zensierte Personen, authentisch gestaltete Kapitelüberschriften und weitere grafische Elemente – verleihen dem Magazin einen individuellen Charakter und verstärken den dokumentarischen Eindruck. Ergänzt wird das Magazin durch einen kurzen Trailer, der die erzählte Geschichte visuell erweitert und die Atmosphäre der Graffiti-Szene erlebbar macht.