Im Kurs 3-dimensionales Gestalten bestand die Aufgabe darin, die ursprüngliche Form des Dodekaeders weiterzuentwickeln und durch gezielte Eingriffe eine neue räumliche Gestaltung zu erzeugen.
Ausgangspunkt meiner Gestaltung war eine einzelne Seite des Dodekaeders, auf der ich zunächst ein symmetrisches Sternenmuster entwickelte. Durch das schrittweise Reduzieren und Wegnehmen einzelner Linien entstand eine immer klarer werdende Struktur, bis sich schließlich eine windradartige Form als zentrales Gestaltungselement herausbildete.
Um diese Form in den Mittelpunkt zu rücken, untersuchte ich die vorhandenen Kanten des Dodekaeders und veränderte deren Verlauf. Durch das gezielte Spiel mit den räumlichen Linien entstand eine neue Geometrie, die die Rotation der inneren Form erneut aufgreift und in eine größere Dimension überträgt. Dabei entsteht ein Wechselspiel zwischen einer kleinen, konzentrierten Struktur im Inneren und einer weitläufigeren äußeren Bewegung.
Die finale Form verbindet somit Mikro- und Makroebene: Die ursprüngliche Windradstruktur bleibt als prägendes Detail erhalten, während die veränderte äußere Form deren Dynamik räumlich erweitert, ohne ihr die Aufmerksamkeit zu nehmen.