Das Dachthema »Radikal, hoffnungslos – hoffnungsvoll«? soll in der Arbeit als eine Metapher und als ein Sinnbild für das Leben und eine Gesellschaft betrachtet und verstanden werden.
Nie lebten mehr Menschen auf der Erde, nie war unser Einfluss auf den Planeten größer, nie waren wir enger vernetzt – unsere Gesellschaft wandelt sich immer rasanter. Hoffnung, Lethargie, Zukunfsängste, was bedeutet eine zunehmende Polarisierung für unsere Gesellschaft? Eine spürbare Verdrossenheit greift umsich – die politischen Ränder gewinnen deutlich an Einflussnahme. Wie wir heute leben veranschaulicht die Vielfalt und die Widersprüche unserer Zivilisation.
Die Arbeit kann sowohl pro und kontra Perspektiven aufzeigen und dokumentarisch, kritisch, ironisch, überhöht oder romantisiert das Thema kommunizieren.
Lehrinhalt
Welche Möglichkeiten eröffnen sich mittels der Fotografie, einer Bildsprache, Text, Typografie und Grafik das Thema darzustellen?
Was ist überhaupt intim und wie zeigt sich Intimität in einer familiären Umgebung?
Diese Frage haben wir uns zu beginn des Projektes gestellt. Schnell haben wir gemerkt dass die intimsten Momente die sind, in denen wir uns unbeobachtet fühlen und deshalb total natürlich verhalten. In unserem Editorial Projekt werden verschieden Perspektiven durch das Spiel zwischen alten und neuen Fotos aufgezeigt. Es werden Personen begleitet die im Verlauf des Magazins immer wieder auftauchen und in unterschiedlichen Verbindungen zueinander stehen.
Inhalt
Unser Ziel war es die leisen Momente festzuhalten. Solche, die im Alltag meistens untergehen und übersehen werden. An einzelnen stellen haben wir zusätzlich zu den Fotografien passende Texte geschrieben. Neben einem Songtext der in unser Magazin einleitet, teilen diese sich auf in thematisch passende Erzählungen, kurze Reime und aussagekräftige Sätze die alleine stehen. Außerdem haben wir dem Magazin einen 45 Jahre alten Abschiedszettel beigelegt, welcher in einem der Texte angesprochen wird. Da wir mit unserem Projekt vor allem Emotionen vermitteln wollen, ist unser Magazin in Worte gegliedert die einen Zustand oder ein Gefühl beschreiben. Sie ersetzen im Prinzip unsere Kapitel und dienen als Leitfaden. Da Intimität nicht zwingend positiv oder zusammen mit einer geliebten Person auftritt, haben wir uns dazu entscheiden möglichst viele Facetten der Intimität durch verschiedene Begriffe aufzuzeigen. Gestartet wird mit dem sehr positiven Begriff „zart“ der sich im folgenden langsam zu neutralen fast negativen begriffen wandelt. Das abschließende Wort „fern“ bietet ein offenes Ende und lässt Raum zum interpretieren der Magazins.
Cover/Bindung
Passend dazu haben wir uns entschieden unser Cover und Backcover mit einem Spiegel zu verkleiden. Dieser schafft eine direkte Verbindung vom Buch zum Betrachtenden der dadurch selbst Teil der Geschichte wird. Mit der selbstgebundenen offenen Fadenheftung schaffen wir einen handgemachten und nahbaren Look der perfekt zum Thema passt.