Für wen ist KONEKT gedacht
Konekt richtet sich an Rentner:innen zwischen 65 und 95 Jahren, die zuhause leben – alleine oder mit Partner:in – und unterschiedlich fit sind, von sportlich bis auf Gehhilfen angewiesen. Wichtig war uns dabei, dass das Gerät niemanden ausschließt, aber auch nicht für blinde oder gehörlose Nutzer:innen konzipiert ist. Anhand von Personas wie Erna (65, geschieden, neu in der Stadt, sucht Anschluss) oder Walter (71, verwitwet, sozial isoliert) haben wir reale Bedürfnisse und Hürden greifbar gemacht und unser Konzept daran ausgerichtet.
Die Screens
Die Benutzeroberfläche ist konsequent für ein rundes 5-Zoll-Display gedacht, das komplett ohne klassische Buttons funktioniert. Stattdessen gibt es feste Auswahlpunkte am Rand des Displays, an denen die Steuerung ansetzt – ein Prinzip, das wir von Anfang an mitgedacht haben, damit der Prototyp die spätere reale Interaktion so genau wie möglich simuliert. So entsteht eine einfache, klare Oberfläche, die auch technikfernen Nutzer:innen intuitiv zugänglich ist.
Interaktionsprinzip
Bedient wird Konekt über einen physischen Stein, der stellvertretend für digitale Eingaben steht und die Bedienung radikal vereinfacht.
Statt Menüs zu navigieren, platziert man den Stein einfach an einem der Randpunkte des Displays und wählt so Aktionen aus – ein haptisches, greifbares Interface statt abstrakter Touch-Gesten.
Kaius – seine Funktion
Kaius ist unser digitaler Begleiter und immer präsent, wenn Nutzer:innen mit der KI-Schnittstelle interagieren – etwa während der Spracheingabe beim Beantworten externer Nachrichten. Seine Aufgabe ist es, die neue Technologie nahbar zu machen und so eine mögliche Abschreckung zu verhindern: Statt einem abstrakten, unsichtbaren System begegnen die Nutzer:innen einem sichtbaren, freundlichen Gegenüber, das die KI menschlich und vertrauenswürdig wirken lässt.
Das KI-Konzept
Im Hintergrund läuft ein System, das Präferenzen, Routinen und Gewohnheiten der Nutzer:innen analysiert und daraus gezielt Event- und Kontaktvorschläge filtert. Diese Personalisierung ist bewusst unsichtbar gehalten – die Nutzer:innen sehen nur relevante Vorschläge, nicht die Logik dahinter, was Vertrauen schafft statt Überforderung. Genau diese Relevanz ist entscheidend dafür, dass Vorschläge auch tatsächlich wahrgenommen und wahrgenommen werden.
Funktionsprototyp
Um das Interaktionskonzept zu testen, haben wir einen funktionalen Prototyp gebaut. Technisch besteht der Aufbau aus einem Raspberry Pi als zentraler Bridge, der über WebSockets mit Sensoren kommuniziert und so die physische Steineingabe in digitale Signale übersetzt.
Description
Designprototyp
Parallel zur Technik haben wir das visuelle Erscheinungsbild verfeinert: eine Farbpalette und Typografie, die gleichzeitig warm, modern und extrem gut lesbar ist, ohne die Zielgruppe zu bevormunden. Das Ergebnis ist ein Design, das Vertrauen statt Überraschung signalisiert – ruhige Formen, klare Kontraste und keine ungewöhnlichen Schriftformen, damit sich ältere Nutzer:innen sofort zurechtfinden.