Die Studierenden haben neue Konzepte für Produkt-Service-Systeme entwickelt, die unter anderem neben Formen der haptischen Interaktion auch digitale Komponenten und Prozesse berücksichtigen.
Gestaltung von Produkt-Service-Systemen
Dachthema für die Getsaltung war „Kaffeekultur“ und die damit verbundenen Orte, Produkte und Services. Dazu wurden unterschiedliche Nutzungsszenarien und -kontexte für spezifische Nutzergruppen untersucht und die Interaktion mit den Produkten neu gedacht. Neben der Einbindung aktueller Technologien wurden Aspekte der haptischen Interaktion mit dem physischen Produkt sowie ergänzende Digital-Services entwickelt.
In der Entwicklungsphase wurden die zuvor definierten Design-Prinzipien durch Skizzen, Prototyping und iterative Verfeinerung in konkrete Interaktionskonzepte übersetzt. Statt intuitiv zu gestalten, wurde jede Iteration gegen die Human-Centered-Design-Prinzipien geprüft, damit jede Entscheidung auf einem validierten Nutzerbedürfnis basiert.
Discover
Methodik & Benchmark-Analyse
Zunächst haben wir bestehende Selbstbedienungs-Kaffeeautomaten auf ihre Funktionalität und Usability hin analysiert. Die Benchmark-Analyse zeigte, was bereits gut funktioniert, etwa schnelle Ausgabezeiten und Standard-Getränkeauswahl, deckte aber auch klare Schwachstellen auf.
Daraus ergab sich deutliches Verbesserungspotenzial bei Menünavigation, Buttongröße und visuellem Feedback. Das wurde zur Grundlage für unsere eigenen Design-Entscheidungen.
Define
Was sollte das Design leiten?
Kognitive Last reduzieren (Hick’s Law)
→ Eine Entscheidung pro Screen, sequenzieller Ablauf
Wiedererkennung statt Erinnerung (Nielsen)
→ Schritt-für-Schritt-Anleitung, Bestätigung vor dem Brühen
Ergonomie / Inklusion (Universal Design, Fisk et al.)
→ Breites Münzfach, großer Griff, weniger Präzisionsbewegungen
Kontinuierliches Feedback (Nielsen)
→ Animationen, Fortschrittsanzeige, visuelle Bestätigung
Physische Affordanzen (Norman)
→ Große Pfeiltasten, ein Hebel mit klarer Auf/Ab-Funktion
Develop
Anwendung der Design Prinzipien
In der Entwicklungsphase wurden die zuvor definierten Design-Prinzipien durch Skizzen, Prototyping und iterative Verfeinerung in konkrete Interaktionskonzepte übersetzt. Statt intuitiv zu gestalten, wurde jede Iteration gegen die Human-Centered-Design-Prinzipien geprüft, damit jede Entscheidung auf einem validierten Nutzerbedürfnis basiert.
Interface Design
Die grafische Oberfläche wurde iterativ weiterentwickelt, um kognitive Last zu reduzieren und wiedererkennungsbasierte Interaktion zu fördern. Jede Iteration reduzierte die Informationsmenge und erhöhte die Führung durch den Ablauf. Ziel war nicht nur die visuelle Überarbeitung, sondern vor allem, den nächsten Schritt verständlicher zu machen und Unsicherheit bei der Kaffeeauswahl zu verringern.
Deliver
Finales Produkt
Der finale Prototyp vereint das validierte Interaktionsmodell, vereinfachte physische Bedienelemente und eine geführte grafische Oberfläche zu einer stimmigen Erfahrung für ältere Menschen. Jedes Interaktionselement spiegelt die im Projekt entwickelten und iterativ verfeinerten Design-Prinzipien wider.