Bits und Atome:
Wenn sich Code in Materie verwandelt – und digitale Apps eine physische Form bekommen.
Aufgabe war es, ein Produkt zu entwickeln, das eine bestehende Smartphone-App in die physische Welt überträgt. Ziel war dabei, die zentrale Funktion und das Nutzererlebnis der gewählten App in einem greifbaren, interaktiven Objekt neu zu interpretieren.
Finanzen werden zunehmend digital und verlieren dadurch ihre Haptik. Da Geld meist nur noch als Zahl auf dem Bildschirm wahrgenommen wird, geht der direkte Bezug zu seinem tatsächlichen Wert immer mehr verloren. Besonders für die Generation Z kann es dadurch schwieriger werden, Ausgaben realistisch einzuschätzen und das eigene Budget im Blick zu behalten.
Gleichzeitig ist der Konsumdruck größer denn je. Durch soziale Medien, Werbung und ständig wechselnde Trends entsteht schnell das Gefühl, immer das neueste Smartphone, moderne Kleidung oder bestimmte Lifestyle-Produkte besitzen zu müssen. Häufig wird dabei ein Lebensstandard vermittelt, der mit den eigenen finanziellen Möglichkeiten nicht übereinstimmt. So kann der Wunsch nach Konsum schnell größer werden als das verfügbare Budget – oder bildlich gesprochen: Die Kauflust ist größer als das Portemonnaie.
Unser Ziel ist es, jungen Menschen, die gerade aus ihrem Elternhaus ausgezogen sind, wieder ein bewusstes Gefühl für ihre Finanzen zu vermitteln. Da Geld heute häufig nur noch als abstrakte Zahl auf einem Bildschirm erscheint, soll ein haptisches Interface die eigenen Ausgaben und das verfügbare Budget sichtbar und spürbar machen. Dadurch erhalten die Nutzerinnen und Nutzer mehr Kontrolle über ihr Geld und können finanzielle Entscheidungen bewusster treffen.