Die Studierenden gestalten einen Wecker für eine andere Person und erfahren dabei ihren ersten Designprozess im Schnelldurchlauf.
Projektthematik
Die Studierenden erfahren ihren ersten Designprozess im Schnelldurchlauf.
Dazu gestalten sie einen Wecker, der auf die Bedürfnisse einer bestimmten Person zugeschnitten ist.
Zielsetzung
Dieser Kurs deckt alle Phasen des üblichen Designprozesses in Kurzform ab und gibt gleichzeitig einen Ausblick auf die in den Folgesemestern relevanten Fachrichtungen Interface Design und Application Design. Darüber hinaus dient er dazu, den Studierenden ihre Selbstwirksamkeit im Studium, vor Augen zu halten.
Prof. David Oswald, Prof. Marc Guntow, Selina Dick, Prof. Michael Schuster
Wecker für Philipp
Aufgabenstellung
Im Rahmen des Einführungsprojekts im Bereich Gestaltung bestand die Aufgabe darin, einen Wecker zu entwickeln, der auf die Bedürfnisse eines Mitstudierenden abgestimmt ist. Zu Beginn wurde dazu ein Interview mit Philipp geführt, um seine Morgenroutine, seinen bisherigen Wecker sowie mögliche Probleme und Wünsche zu analysieren.
Konzept
Während des Interviews stellte sich heraus, dass Philipp den Standard-Wecker seines iPhones nutzt und grundsätzlich keine Schwierigkeiten mit dem Aufstehen oder dem Stellen seines Weckers hat. Die größte Herausforderung in seinem Alltag ist das geteilte Badezimmer mit seiner Mitbewohnerin. Da sich beide morgens zeitlich abstimmen müssen und Philipp sich dabei meist nach ihrer Routine richtet, entstand die Idee einer gemeinsamen Wecker-App.
Die App verbindet einen Kalender mit der Weckfunktion. Beide Personen können Bad-Slots eintragen, die anschließend synchronisiert werden. Sobald die Mitbewohnerin einen Zeitraum einträgt, erhält Philipp eine Benachrichtigung und bekommt automatisch eine passende Weckzeit vorgeschlagen. Da er das Badezimmer in der Regel etwa 15 Minuten nach dem Aufstehen nutzt, berechnet die App den Alarm entsprechend vor. Zusätzlich wird automatisch ein zweiter Alarm zehn Minuten nach dem ersten Alarm erstellt. Erkennt das Smartphone über seine Bewegungssensoren, dass Philipp bereits aufgestanden ist, wird dieser zweite Wecker automatisch deaktiviert. Die vorgeschlagenen Zeiten können jederzeit angepasst oder verworfen werden. Zusätzlich kann die App regelmäßige Aufstehzeiten berücksichtigen und passende Weckzeiten vorschlagen.
Prozess
Nach dem Interview wurden zunächst ein User Flow sowie ein Flussdiagramm erstellt, um die Abläufe innerhalb der App zu definieren. Anschließend entstanden erste Wireframes und verschiedene Layoutideen, bevor der interaktive Prototyp in Figma umgesetzt wurde. Da das Projekt zu Beginn des Studiums entstand, lag der Schwerpunkt vor allem auf der Entwicklung eines schlüssigen Nutzungskonzepts und weniger auf der visuellen Ausarbeitung.
Ergebnis
Das Ergebnis ist eine Smartphone-App, die Kalender, Badplanung und Wecker miteinander verbindet. Die Startseite zeigt einen gemeinsamen Kalender, in dem Bad-Slots, Weckzeiten und weitere Termine farblich voneinander unterschieden werden. Der Wecker orientiert sich automatisch an den eingetragenen Badzeiten und unterstützt Philipp dabei, seine Morgenroutine mit der seiner Mitbewohnerin abzustimmen. Ergänzt wird das Konzept durch synchronisierte Kalender, automatische Weckzeitvorschläge sowie das selbstständige Deaktivieren des zweiten Weckers nach dem Aufstehen. Dadurch entsteht ein Wecker, der sich nicht nur an einer einzelnen Person orientiert, sondern den gemeinsamen Alltag zweier Mitbewohner berücksichtigt.