Inhalt des Kurses
Designsysteme und generische Templates
Die Rolle von Designerinnen und Designern befindet sich im Wandel: Während einzelne Gestaltungsschritte zunehmend durch KI-gestützte Tools automatisiert werden, wächst die Bedeutung konzeptioneller Arbeit. Im Mittelpunkt dieses Kurses steht die Entwicklung von konsistenten Designsystemen und generischen Templates, die als adaptiver Werkzeugkasten für digitale Anwendungen und Entwickler dienen. Ziel ist es, Kommunikationsmittel so zu strukturieren, dass sie flexibel, effizient und zugleich unverwechselbar im Auftritt sind.
Ein zentrales Thema sind Guidelines und Styleguides, sowohl im klassischen Sinne (als Dokumentation von Gestaltungsprinzipien) als auch in Form digitaler Plattformen, wie etwa Frontify oder vergleichbare Anbieter. Diese Systeme bilden heute die Grundlage für die professionelle Verwaltung von Corporate Designs und machen es möglich, Gestaltungsregeln zentral zu bündeln, adaptiv bereitzustellen und über verschiedene Teams und Kanäle hinweg konsistent umzusetzen. Auf diese Weise wird die Brücke zwischen konzeptionellem Design, praktischer Anwendung und technischer Umsetzung geschlagen.
Besonderes Augenmerk liegt auf den Anforderungen im Corporate-Bereich, in dem Wiedererkennbarkeit und Markenidentität zentrale Faktoren darstellen. Die Studierenden lernen, wie man gestalterische Regeln und Prinzipien so definiert, dass sie sich in unterschiedlichen Medien und Kanälen anwenden lassen, ohne den einheitlichen Charakter der Marke zu gefährden. Dabei wird der Einsatz neuer Technologien ebenso reflektiert wie die Frage nach der Rolle des Designers in einem zunehmend automatisierten Umfeld.
Der Kurs verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Übungen. In Vorträgen und Diskussionen werden Methoden zur Entwicklung von Designsystemen vorgestellt und kritisch erörtert. In der Praxis erproben die Studierenden die Inhalte anhand eines eigenen Projekts: Sie entwickeln ein exemplarisches, anwendungsfähiges Designsystem samt Templates und setzen es in einem praktischen Szenario um.
Am Ende des Semesters verfügen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ein erweitertes Verständnis für systemisches Gestalten im Corporate-Kontext, sind vertraut mit der Arbeit an Guidelines und Styleguides sowie ein Vorstellung und Grundkenntnisse von digitalen Plattformen, und können so den Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Designpraxis gerecht werden.
MainLicht Elektro
Unternehmensidentität
Mainlicht Elektro verbindet den Standort Würzburg mit einer klaren Vision: die Verbindung von Tradition und Moderne sowie fortschrittlicher Elektrotechnik. Der Fokus liegt auf der Planung elektrischer Anlagen und intelligenter Gebäudesteuerungen.

Als familiengegründetes Unternehmen (1992) entwickelte sich Mainlicht Elektro früh zu einem Vorreiter im Bereich Smart Home. Heute realisieren rund 70 Mitarbeitende innovative, zukunftsfähige Lösungen für Wohn-, Gewerbe- und öffentliche Bauten.
Unser Leistungsspektrum reicht von Beratung und Planung über Installation und Inbetriebnahme bis hin zu Sicherheitslösungen – alles aus einer Hand. Seit 2023 ist Mainlicht Elektro eine Aktiengesellschaft und stellt damit die Weichen für weiteres Wachstum und Innovation.
Logo

Aus dem Schriftzug Mainlicht-Elektro entsteht ein quadratisches Logo, das Wohnraum und Architektur symbolisiert. Integrierte WLAN-Wellen stehen für moderne Smart-Home-Technologie. Mainlicht ist stärker gewichtet als Elektro, um die Einzigartigkeit der Marke innerhalb der Branche zu betonen.
Abstand
Der Weißraum um das Logo muss die 1/4 größe des Logos beinhalten, damit ein weiteres Element daneben positiert werden darf. Wenn das Logo an den Rand platziert werden soll, ist der Abstand die einhalb so groß wie das Logo.

Varianten
Das Logo darf ausschließlich auf diesen ausge-wählten Hintergründen platziert werden, da Farbkontrast und Zusammenspiel von Logo und Hintergrund bereits optimal aufeinander abgestimmt sind.

Fehlanwendung

Farbe

- Türkis als Primärfarbe steht für Innovation, moderne Technologie und unsere Smart-Home-Lösungen.
- Orange als Akzentfarbe setzt Highlights, vermittelt Energie und Kreativität.
- Grau wirkt ruhig, verlässlich und verleiht der Marke eine professionelle Ausstrahlung.
Farbpalette

Schrift
Quicksand wurde als Hausschrift gewählt, da sie gut lesbar ist und sich für Print- und digitale Medien eignet. Im Vergleich zur Logo-Schrift Kodchasan ist sie für längere Texte besser geeignet und sorgt für einen klaren, einheitlichen Auftritt.

Schriftgröße
Für Printmedien gibt es zwei Schriftgrößenstufen über und unter der Grundgröße. Der Zeilenabstand wird aus der Schriftgröße plus 3 Punkte berechnet. Für digitale Anwendungen gibt es acht Schriftgrößenstufen, der Zeilenabstand ergibt sich aus der Schriftgröße plus 8 Einheiten.
Die Texthierarchie wird möglichst über Abstände deutlich. Bei wenig Platz können unterschiedliche Schriftschnitte, z. B. fett, unterstützen.

Gestaltungselement
Netzlinien können als visuelles Element verwendet werden, basierend auf einem quadratischen Raster.

Es sind nur vertikale, horizontale und 45°-diagonale Linien erlaubt. Jeder Linienzug endet an einem markierten Punkt. So entsteht eine klare, flexible Gestaltung, die Struktur und Vernetzung zeigt.
Anwendungen
Im folgenden Bilderkarussell werden die Anwendungen für die einzelnen Bereiche gezeigt:
- Stationary: Visitenkarte und Briefbogen
- Print: Flyer
- Social Media: LinkedIn Post
- Online-Kommunikation: Landing Page
Anhand dieser Beispiele lässt sich erkennen, wie die Gestaltungsprinzipien in den verschiedenen Medien angewendet werden.
Hinweis: Teilweise wurden innerhalb der Anwendungen Bilder aus dem Internet verwendet. Aus urheberrechtlichen Gründen wurden sie durch Farbflächen ersetzt, um die Bildwirkung dennoch zu zeigen.
Julian Le
BetreuungJohannes Gündel
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