Im Rahmen des zweiwöchigen Kurses Dreidimensionales Gestalten entstand mit dem Programm Blender ein digitales Objekt, das aus sich wiederholenden, modularen Grundformen aufgebaut ist. Ziel des Projekts war es, ein dreidimensionales Modell zu entwerfen, bei dem weniger die Funktionalität als vielmehr Form, Struktur und räumliche Wirkung im Vordergrund stehen. Gleichzeitig diente die Aufgabe dazu, grundlegende Kenntnisse in der Arbeit mit einem 3D-Programm zu erlangen.
Der Gestaltungsprozess begann mit Skizzen und der Entwicklung eines Prototyps aus Papier, um ein erstes Verständnis für die Grundform zu gewinnen. Aufbauend darauf setzten wir unsere Ideen in Blender um und entwickelten das Objekt schrittweise von innen nach außen. Inspiriert von natürlichen Kristallstrukturen entschieden wir uns für eine geometrische Form mit scharfen Kanten und vielen Flächen. Die Grundstruktur besteht aus einzelnen pyramidenartigen Modulen, die zu einem Kern zusammengesetzt wurden. Ergänzend fügten wir trapezförmige Elemente hinzu, die ein leichtes Abbröckeln andeuten und die strenge Geometrie auflockern.
Nachdem Form und Anordnung feststanden, lag der Fokus auf der Lichtsetzung, die die räumliche Wirkung des Objekts im Rendering entscheidend beeinflusst. Das finale Modell trägt den Namen Nivalis, abgeleitet vom Lateinischen für „beschneit“, und verweist auf die kristalline, frostige Anmutung der Oberfläche. Das Projekt zeigt, dass Gestaltung kein linearer Prozess ist, sondern aus einem Wechsel zwischen Entwurf, Experiment und Anpassung besteht. Besonders die Arbeit mit Blender – ohne Vorkenntnisse – ermöglichte wertvolle Einblicke in digitale 3D-Gestaltung und den bewussten Umgang mit Raum, Struktur und Form.