Im Kurs Dreidimensionales Gestalten entstand mit Hilfe des Programms Blender ein digitales Objekt, das aus wiederkehrenden, modularen Formen aufgebaut ist. Ziel des Projekts war die Entwicklung eines Modells, bei dem weniger die Funktionalität, sondern die Form, Struktur und räumliche Wirkung im Mittelpunkt stehen.
Als modulare Grundform des Projekts haben wir das Hexagon genutzt. Inspiriert ist unsere Form von der Bienenwabe, deren natürliche Sechseckstruktur höchste Effizienz und Stabilität vereint. Ausgehend von einem einfachen Würfel wurde diese Fläche in Blender zu einem komplexen dreidimensionalen Objekt weiterentwickelt, dessen Seiten vollständig mit hexagonalen Einheiten überzogen sind. Durch die konsequente Wiederholung der Form entsteht ein homogener, beinahe architektonischer Körper mit starker Rasterwirkung, dem von dort auch der Name “Zarge” entlehnt wurde – ein Begriff aus der Imkerei für die sechseckigen Wabenrahmen.
Innerhalb jedes Hexagons wurde eine zusätzliche Ebene modelliert, indem die inneren Flächen schrittweise nach oben gezogen wurden. So entsteht eine einzigartige Oberfläche, die Tiefe, Rhythmus und ein vielschichtiges Spiel aus Licht und Schatten erzeugt. Die Variationen in der Höhe lassen die ursprünglich glatte Würfelform nahezu auflösen und verwandeln sie in eine dynamische Struktur, die je nach Blickwinkel unterschiedlich wirkt.