In der Bachelor-Arbeit im 7. Semester bearbeiten die Studierenden anhand eines frei wählbaren Themas ein Gestaltungsprojekt, in dem sie ihre erlernten Kenntnisse in Recherche, Konzept und Entwurf praktisch anwenden.
KNOW risk ist ein multimediale Workshop der sich an Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren richtet und das Thema Cannabis behandelt. Ziel ist die Förderung von Risiko- und Konsumkompetenz auf Augenhöhe – ohne Verbote oder moralisierende Appelle. Der Workshop ist für den schulischen Unterricht konzipiert und wird von externen Fachpersonen wie Sozialarbeiter:innen oder Streetworker:innen durchgeführt, die Erfahrung in der Jugendarbeit mitbringen und eine offene, dialogische Haltung einnehmen.
Viele Jugendliche kommen bereits außerhalb der Schule mit Cannabis in Berührung, verfügen jedoch häufig über Halbwissen, Mythen oder widersprüchliche Informationen. Der Workshop schafft einen geschützten Raum, in dem Inhalte sachlich, verständlich und ohne Stigmatisierung vermittelt werden. Ziel ist es, Jugendliche zu befähigen, Risiken realistisch einzuschätzen und informierte Entscheidungen zu treffen.
Didaktischer Ansatz
Der Workshop verfolgt einen interaktiven und partizipativen Ansatz. Die Schüler:innen erarbeiten sich die Inhalte selbstständig in Kleingruppen, tauschen sich aus und reflektieren ihre eigenen Vorstellungen. Dadurch werden Eigenverantwortung, kritisches Denken und soziale Lernprozesse gefördert. Klare Aufgabenstellungen und eine strukturierte Begleitung sorgen dabei für einen sicheren Rahmen.
Narrative Struktur
Ein zentrales Element ist eine durchgehende Audiogeschichte. Die fiktive jugendliche Persona Dion erzählt von persönlichen Erfahrungen mit Cannabiskonsum, Unsicherheiten und Herausforderungen. Die lebensnahe Geschichte dient als roter Faden, erleichtert den Zugang zu komplexen Themen und ermöglicht emotionale sowie sachliche Zugänge, ohne belehrend zu wirken.
Aufbau und Ablauf
Der Workshop besteht aus einem analogen und einem digitalen Teil, die eng miteinander verzahnt sind. Die Schüler:innen arbeiten in Gruppen von drei bis vier Personen mit einem Workbook und einem von der Schule bereitgestellten iPad. So werden Inhalte sowohl haptisch als auch interaktiv erlebbar.
Nach einer gemeinsamen Einführung bearbeiten die Gruppen mehrere aufeinander aufbauende Kapitel. Jedes Kapitel folgt derselben Struktur:
Hören einer Audiosequenz aus Dions Geschichte
Bearbeitung einer kooperativen Aufgabe im Workbook
Freischalten digitaler Inhalte über „Mythos vs. Fakt“-Fragen
Reflexionsfragen zur Vertiefung
Zum Abschluss werden Ergebnisse gemeinsam besprochen, Fragen geklärt und zentrale Erkenntnisse zusammengefasst. Der Workshop ist auf drei Doppelstunden ausgelegt und lässt sich gut in den Unterricht integrieren.