In der Bachelor-Arbeit im 7. Semester bearbeiten die Studierenden anhand eines frei wählbaren Themas ein Gestaltungsprojekt, in dem sie ihre erlernten Kenntnisse in Recherche, Konzept und Entwurf praktisch anwenden.
OhneMIKROPLASTIK ESSEN? Ein Ratgeber zu Mikroplastik in Lebensmitteln und in der Küche.
Ohne Mikroplastik essen? Fast unmöglich. Mikro- & Nanoplastik sind schon lange ein fester Bestandteil unserer Ernährung - in Lebensmitteln, Verpackungen und sogar in der Küche. Vermeiden lässt sich das kaum. Doch wir können lernen, im Alltag bewusst damit umzugehen.
Die meisten Menschen haben schon einmal von Mikro- und Nanoplastik gehört. Man weiß grob, dass viel davon in den Weltmeeren schwimmt. Für viele wird es allerdings erst dann zu einem greifbaren Problem, wenn sie selbst betroffen sind. Jeder Mensch nimmt Nahrung zu sich und viele kochen ihr Essen selbst, haben dadurch also direkten Einfluss darauf, was sie zu sich nehmen. Genau hier setzt unser Ratgeber an. Wir haben das Thema dort aufgegriffen, wo die Berührungspunkte am größten sind: in der eigenen Küche und beim eigenen Körper. Mit dem Ratgeber kann jede und jeder lernen, was Mikroplastik eigentlich ist, was es mit uns macht, und auf welche Lebensmittel oder Küchenuntensilien man besser verzichten sollte.
Anhand von verschiedenen Lebensmitteln kann man sehen wie hoch die Belastung durch Mikroplastik ist
Beim Recherchieren zum Thema Mikroplastik findet man schnell zwei verschiedene Arten von Quellen: Auf der einen Seite stehen komplexe wissenschaftliche Forschungen, auf der anderen sehr allgemeine Ratgeber zu Nachhaltigkeit, Plastik & Umwelt. Es fehlt an einem Medium, das die wissenschaftliche Tiefe bewahrt, sie aber in eine für die Allgemeinheit verständliche Sprache übersetzt. Ziel unserers Ratgebers ist genau das: Er informiert, bricht die Komplexität aktueller Forschung und übersetzt sie in eine verständliche, visuelle Sprache, die im Alltag jeder verstehen kann.
Unser Buch nähert sich der Thematik systematisch und führt die Leser schrittweise an das Thema heran. Zunächst vermittelt der Ratgeber einen Überblick darüber was das eigentlich ist, dieses Mikroplastik. Dabei beleuchten wir besonders, warum es wissenschaftlich noch so komplex ist, exakte Mengen für einzelne Lebensmittel zu bestimmen, und wo die Grenzen der heutigen Messverfahren liegen.
Der wissenschaftliche Bereich ist gestalterisch simpler gehalten um verständlich zu bleiben
Um genau dieses Problem zu lösen, haben wir eine eigene Methode zur Einordnung entwickelt. Das Herzstück des Buches ist ein Bewertungssystem, das bloße Mengenangaben mit verschiedenen Risikofaktoren bündelt und so die potenzielle Belastung von verschiedenen Lebensmitteln auf einen Blick vergleichbar macht.
Mithilfe eines selber erstellten Bewertungssystem kann man alle Lebensmittel mit ausreichender Datenlage simpel einordnen.
Ergänzt wird diese Analyse durch einen Ausblick auf die Auswirkungen: Warum sollte uns das Thema Mikroplastik überhaupt interessieren, und welche biologischen Folgen hat die ständige Aufnahme der Partikel für unseren Körper? Forscher haben Plastik bereits in unzähligen Lebewesen nachgewiesen, mittlerweile auch im menschlichen Blut und im Gehirn. Zwar ist sich die Wissenschaft hier noch sehr unschlüssig, was die Langzeitfolgen sein könnten, einig sind sie sich jedoch dabei: die Aufnahme sollte überall reduziert werden, wo es möglich ist!
Um die Kernthemen des Ratgebers auch in den öffentlichen Raum zu tragen, wird das Buch durch eine Plakatserie ergänzt. Diese dient dazu, Interesse und Neugier zu wecken, und Aufmerksamkeit zu erzeugen.
3 Plakate ergänzend zum Buch
Um das Buch befestigten wir einen Umschlag aus PET-G. Dieser ist transparent und mit weisser Farbe bedruckt. Durch ihn erhält das Cover zusätzliche Informationen. Zum einen bildet sich dadurch eine Fragestellung auf dem Cover sowie einen Einleitungstext auf der Rückseite. Zum anderen erkennt man Mikroplastikpartikel auf den einzelnen Lebensmitteln. Durch das umblättern der transparenten Seite fällt das alles weg.
Das Buch mit aufgeklapptem transparenten Cover
Der Umschlag ist nur auf der Rückseite befestigt. Dafür nutzten wir silberne Ösen in jeder Ecke. Dadurch lässt sich der transparente nicht entfernen aber trotzdem aufschlagen.