In diesem Kurs kombinieren die Studierenden nutzerzentrierte Designmethoden mit Techniken der Zukunftsforschung, um verschiedene Zukünfte jenseits des vorherrschenden Verständnisses von Cybersicherheit zu erforschen.
In diesem Kurs setzen sich die Studierenden intensiv mit den Methoden des ‘Design Futuring’ auseinander. Dabei lernen sie, ihre Designansätze von einer auf die nutzende Person fokussierten Methode zu einem zukunftsorientierten Ansatz (Zukunftsforschung) zu erweitern. Hierbei erforschen die Studierenden, welche zukünftigen Möglichkeiten sich ergeben könnten und welche davon wünschenswert sind.
Unter dem übergreifenden Thema “Cybersicherheit 2040 – Szenarien digitaler Souveränität: für eine sichere, offene und vielfältige Gesellschaft” gestalten die Studierenden ein Projekt, das Zukünfte der digitalen Souveränität und einer vigilanten, offenen Gesellschaft in Deutschland entweder innovativ vorantreibt, spekulativ beleuchtet oder kritisch hinterfragt. Dies kann beispielsweise durch die Analyse und Verbesserung bestehender Objekte, Produkte, Werkzeuge oder Dienstleistungen erfolgen. Alternativ können die Studierenden zukünftige Szenarien für verbesserte, alternative Formen der Cybersicherheit aufzeigen oder Diskussionen über die Auswirkungen auf den Menschen – sei es technologisch, ökonomisch oder sozial – anregen. Hierbei sind sowohl positive als auch negative Aspekte der Cybersicherheit von Interesse.
Die Projekte werden ausschließlich in Teams von 3-4 Studierenden bearbeitet. Zu Beginn des Semesters tauchen die Studierenden gemeinsam mit Mitarbeitenden der Cyberagentur – Agentur für Innovation in der Cybersicherheit (des Bundes) – in das Themengebiet ein, um bestehende Vorstellungen von der Zukunft zu erkunden und mögliche Szenarien zu entwickeln.
Ausgangspunkt ist die erneute Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Viele junge Menschen erleben diese Debatte als widersprüchlich: Einerseits wächst das Bedürfnis, etwas Sinnvolles für die Gesellschaft zu tun. Andererseits lehnen viele den militärischen Dienst ab, nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Überzeugung. Verantwortung ja, Waffe nein.
Gleichzeitig kämpft das Handwerk seit Jahren mit massiven Herausforderungen. Betriebe sind überlastet, Fachkräfte fehlen, Wissen geht verloren. Und doch bleibt das Handwerk ein Bereich, in dem gesellschaftlicher Beitrag ganz konkret wird: reparieren statt wegwerfen, erhalten statt ersetzen, mit den eigenen Händen etwas schaffen, das bleibt.
Eine Alternative zur Wehrpflicht
Der Zivile Handwerksdienst 2035 verbindet genau diese beiden Ebenen. Er denkt gesellschaftlichen Dienst neu: Nicht militärisch, sondern handwerklich. Nicht abstrakt, sondern praktisch. Nicht belehrend, sondern befähigend.
mögliches Erklärvideo
Die Idee: Ein staatlich organisierter, ziviler Pflichtdienst im Handwerk, der jungen Menschen einen klaren Rahmen bietet, Verantwortung zu übernehmen. Zusammen mit der Bundesagentur für zivilgesellschaftliche Aufgaben und Festool als Kooperationspartner. Unterstützt durch Betriebe, digitale Lernangebote, moderne Werkzeuge und eine Community, die Austausch und Zusammenhalt ermöglicht.
Im Zentrum steht dabei der Mensch. Viele der künftigen Teilnehmer:innen haben keine handwerkliche Vorerfahrung. Ein Großteil sind frische Schulabgänger:innen. Dementsprechend sind ihre Einsatzgebiete eingegrenzt: Primär in der Montage. Genau deshalb setzt das Konzept auf klare Standards, sichere Aufgabenbereiche und einen selbstständigen Einstieg. Eine einheitliche Toolbag, ein verständlicher Quick-Starting-Guide und eine begleitende App helfen dabei, Berührungsängste abzubauen und schnell ins Tun zu kommen. Lernen passiert nicht im Klassenzimmer, sondern an der Werkbank. Und das unterstützt durch kurze, verständliche Inhalte, die genau dann verfügbar sind, wenn sie gebraucht werden.
Der ZHD richtet sich bewusst an die Generation Alpha und Beta. Eine Generation, die mit KI, Automatisierung und digitalen Systemen aufwächst. Gleichzeitig aber eine neue Sehnsucht nach dem Analogen, dem Greifbaren entwickelt und nach Tätigkeiten, bei denen man am Ende des Tages sieht, was man geschafft hat.
Für Schreinereibetriebe bedeutet der ZHD Entlastung und Perspektive. Für die Gesellschaft bedeutet er Stabilität, Nachhaltigkeit und eine Stärkung handwerklicher Kompetenzen. Und für die Teilnehmenden bedeutet er etwas, das in vielen Debatten fehlt: das Gefühl, gebraucht zu werden.
Der Zivile Handwerksdienst 2035 ist kein fertiges politisches Programm sondern ein Vorschlag und die Einladung, gesellschaftlichen Dienst neu zu denken. Praxisnah, zeitgemäß und menschlich.
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Denn vielleicht braucht unsere Zukunft weniger Drill und mehr Werkzeug und mehr Vertrauen darin, dass Verantwortung auch anders aussehen kann.