Entwicklung eines Wegeleit-/ Informationssystems mit dem Ziel, vielschichtige Anweisungen und Informationen zu vereinfachen, sie leicht verständlich zu machen und in einen räumlichen Kontext zu projizieren.
Links, rechts, geradeaus, um die Ecke oder vielleicht rauf oder runter?
Beschilderungssysteme in einer 2- oder 3-dimensionalen Umgebung.
Wir werden ein Wegleit-/Informationssystem mit dem Ziel entwickeln, vielschichtige Anweisungen und Informationen zu vereinfachen, sie leicht verständlich zu machen und in einen räumlichen Kontext zu projizieren.
Das Thema ist die Gestaltung eines neuen Leit- und Informationssystems für den Bahnhofsvorplatz in Schwäbisch Gmünd. Dieses Projekt entstand in Kooperation mit der Stadt Schwäbisch Gmünd.
Prof. Juergen Hoffmann, Lena Heim, Prof. Marc Guntow
ZOB Schwäbisch Gmünd
Orientierung ohne Grenzen
Das Projekt entwickelt ein inklusives Leitsystem für den Busbahnhof mit klar verständlichen Schildern, digitaler Anzeige und übersichtlicher Plattformstruktur. Verschiedene Medien wie Schrift, Icons, Farbe, taktile und digitale Elemente unterstützen alle Nutzer:innen und sorgen für Orientierung – auch durch kleine, entscheidende Details.
Neue Anordnung der Plattformen
Früher war das Plattformkonzept unübersichtlich, da mehrere Linien je Haltestelle abfuhren und das Buchstabensystem verwirrte. Im neuen Konzept sind die Plattformen nach Fahrtrichtungen geordnet und durch eine einheitliche Farbkennzeichnung klar strukturiert.
Farben und Schrift
99% aller Menschen können diese Farben erkennen
Früher war die Farbgestaltung am Busbahnhof uneinheitlich und nicht inklusiv. Im neuen Konzept werden Farben nach dem Inclusive Color System von Sasha Trubetskoy genutzt, um Plattformen eindeutig zu kennzeichnen und Gelb ausschließlich für LED-Schriften einzusetzen, wodurch das Leitsystem barrierefrei wird.
Für Headlines und Fließtext kommt die Avenir Next (Medium & Bold) zum Einsatz. Die Echtzeit-Displays nutzen die Schrift Proton, passend zu den Piktogrammen.
Piktogramme und taktile Elemente
Abgerundete Formen und kontrastreiche Icons unterstützen barrierefreie Orientierung und greifen die Display-Schrift auf.
Die Schildergestelle an den Haltestellen verfügen über taktile Elemente mit Braille- und gut lesbarer Standardschrift. Sie vermitteln zentrale Informationen wie Busnummer und zugehörige Plattform und machen diese barrierefrei für unterschiedliche Nutzergruppen zugänglich.
Beschilderung
Die Beschilderung dient der Orientierung auf dem gesamten Gelände: plattformunabhängige Lagepläne markieren Wege mit hohem Personenaufkommen, etwa zum Bahnhof, während Boden-, Decken- und Busbeschilderung den jeweiligen Plattformen zugeordnet und einheitlich farblich gestaltet sind, um klare visuelle Verbindungen zu schaffen.
Kartendiagramme
Die überarbeitete Karte nutzt Farben und zusätzliche Infos für eine bessere Orientierung. Umsteigemöglichkeiten sind durch gestrichelte Linien markiert, und unter den Städten werden alternative Linien angezeigt. Die Karte ist in zwei angepassten Varianten im Bus sowie auf den Aufstellern am Busbahnhof zu finden und ermöglicht so eine schnelle, flexible Routenplanung.
App - goGD
Die App vereint mehrere Anwendungen rund um das Busfahren in Schwäbisch Gmünd. Sie ermöglicht den digitalen Ticketverkauf und erleichtert so den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr. Interaktive Karten und Abfahrtspläne mit Echtzeitdaten zeigen aktuelle Verbindungen und Verspätungen zuverlässig an. Beim Umsteigen unterstützt die App mit einer klaren Wegführung durch Pfeile sowie mit Fotos aus der Umgebung. Dadurch finden sich Nutzerinnen und Nutzer auch an unbekannten Haltestellen schnell und vorallem sicher zurecht.