Im Rahmen des Projekts konzipieren Studierende aus IG und KG in interdisziplinären Projektgruppen mediale, didaktische Installationen zu gegeben Sachinhalten aus einem breiten Themenspektrum.
Im 4. Semester Exhibition Design kooperierten die Studierenden mit dem Lindt Home of Chocolate in Kilchberg bei Zürich. Für die weltweit größte Schokoladen-Erlebniswelt entwickelten sie szenografische Konzepte und Digitale Exponate, die Markenwelt, Genuss und Wissensvermittlung verbinden – und dabei Nachhaltigkeit und faire Anbaukultur kritisch hinterfragen. Der Bogen reichte von der ersten Idee über Prototypen bis zur präsentationsreifen Ausstellungsgestaltung.
Die Ausstellung zeigt Kindern, wie aus einer kleinen Saat eine Kakaobohne wird. Statt zu lesen, werden die Besucher selbst zum Kakaobauern und durchlaufen sechs Stationen, die den echten Anbau nachbilden: anpflanzen, ernten, öffnen, sortieren, fermentieren, trocknen. Jede Station verbindet ein kurzes Erklärvideo mit einem passenden Minispiel, so hängen Wissen und Handlung direkt zusammen. Am Ende steht die fertige Bohne, bereit für die Schokoladenfabrik.
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Der Aufbau
Die Installation arbeitet mit zwei Flächen. An der Wand läuft das eigentliche Geschehen, Videos und Spiele. Auf dem Tisch liegt das Spielfeld, das den Fortschritt über die Stationen zeigt und anzeigt, wo man gerade ist und was als Nächstes kommt. So bleibt oben der Blick auf dem Spiel und unten die Kontrolle in der Hand.
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Die Steuerung
Gesteuert wird über ein Dragpad auf dem Tisch. Es funktioniert wie das Trackpad an einem Laptop: Der Finger bewegt den Cursor an der Wand. Die Interaktion bleibt bewusst einfach, damit auch kleine Kinder ohne Erklärung sofort loslegen können.
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Der Ablauf
Im Ruhezustand dreht sich eine Weltkugel, auf der die Kakaobäume in Südamerika wachsen. So wird schon vor dem Start klar, wo Kakao herkommt. Ein Druck auf Start öffnet das erste Erklärvideo, danach folgt das passende Minispiel. Ist es geschafft, geht es mit dem nächsten Video weiter, dann das nächste Spiel, über alle sechs Stationen hinweg.
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Die sechs Stationen
Jede Station steht für einen Schritt im Anbau. Beim Anpflanzen zieht man die Gießkanne über die Saat, bis Bäume wachsen. Beim Ernten pflückt man nur die reifen Schoten in den Korb, bevor die Zeit abläuft. Danach werden die Schoten mit einem Stein aufgeknackt, wobei die richtige Stärke zählt. Beim Sortieren trennt man gute von beschädigten Bohnen. Bei der Fermentation deckt man die Bohnen mit Bananenblättern ab und sieht, wie sie braun werden. Zum Schluss trocknen die Bohnen in der Sonne und werden vor aufziehenden Wolken geschützt.
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Video und Sprache
Die sechs Erklärvideos sind KI-generiert, ebenso die Stimme, die durch die Ausstellung führt. Der Ton ist kindgerecht und motivierend und spricht die Besucher direkt an. Illustration und Sprache halten das Thema leicht, ohne den echten Ablauf des Anbaus zu vereinfachen.