Wir machen ein Design Projekt. Mit allem, was dazu gehört: Nutzern, Workshops, Spezialisten, Testings, … Scheitern und Fehler machen zum schnellen Lernen willkommen. Studierende entwickeln Kommunikations-Produkte. Konsequent methodisch.
Das Projekt RICH-TIG GE-TRENNT unterstützt Lehrkräfte dabei, Grundschulkindern ab sieben Jahren spielerisch und nachhaltig Wissen über die richtige Mülltrennung zu vermitteln. Ziel ist es, die Kinder für einen bewussten Umgang mit Abfällen zu sensibilisieren und das Gelernte langfristig zu verinnerlichen.
Ausgangspunkt des Projekts ist ein eigens entwickeltes Kartenspiel, das die Grundlagen der Mülltrennung auf einfache und motivierende Weise vermittelt. Darauf aufbauend entstand ein eintägiges Workshop-Konzept, das das Spiel sinnvoll ergänzt und vertieft. Durch die Kombination verschiedener Lernformate – darunter Einzelarbeitsphasen, Gruppenarbeiten, Bewegungsaufgaben, das Kartenspiel sowie animierte Inhalte – werden unterschiedliche Lernkanäle angesprochen und die Kinder aktiv in den Lernprozess eingebunden.
Als roter Faden begleitet die Leitfigur „Toni“ die Kinder durch den gesamten Workshop. Den Einstieg bildet ein Zukunftsszenario im Jahr 2070: In einer animierten Geschichte erleben die Kinder die Folgen falsch entsorgten Mülls und erfahren, wie lange verschiedene Abfälle benötigen, um zu verrotten. Toni bittet die Kinder darum zu helfen, indem sie lernen, Müll richtig zu trennen.
Anschließend überprüfen die Kinder in einem bewegungsorientierten Eckenspiel ihren bisherigen Wissensstand. Darauf folgt eine Gruppenarbeit, in der die grundlegenden Regeln der Mülltrennung gemeinsam erarbeitet werden und die als fachliche Basis für den weiteren Workshop dient. Im anschließenden Kartenspiel wenden die Kinder das erworbene Wissen direkt an. Ziel des Spiels ist es, Müllobjekte zu sammeln, die in dieselbe Abfalltonne gehören. Danach wird das Kartenspiel gemeinsam mit der Lehrkraft reflektiert. Offene Fragen können geklärt und weiterführende Themen wie Müllvermeidung oder nachhaltiger Konsum gemeinsam diskutiert werden. Abschließend festigen die Schüler:innen ihr Wissen mithilfe eines Falthefts, das verschiedene Aufgabenformate kombiniert und zum eigenständigen Wiederholen anregt.
Die visuelle Gestaltung des Projekts wurde auf Grundlage von Interviews und User Tests gezielt an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst. Leuchtende Farben, einfache Illustrationen und eine durchgängige eckige Formsprache prägen das gesamte Erscheinungsbild – von den Spielkarten über die Animationen bis hin zur Typografie. Dadurch wirkt das Thema zugänglich und motivierend, ohne Ekel oder negative Wertungen hervorzurufen.