Ziel ist es, komplexe musikalische Zeichenstrukturen zu verstehen und in visuelle Ordnungen als Animation zu übersetzen. Im Fokus stehen das Entwickeln von Bewertungskompetenz und der gezielte Einsatz gestalterischer Methoden.
Verstehen komplexer grammatikalischer Zeichenbeziehungen im Auditiven (Musik) und deren unmittelbare Übersetzung in entsprechend komplexe visuellen Ordnungen (Film). Eine Musiksequenz wird durch die systematische Anwendung gestaltungsmethodischer Strategien in ein äquivalentes, gleichsam vielschichtiges, visuell konsistent interagierendes Zeichenrepertoire (Film) übersetzt.
Entwicklung von Bewertungskompetenz für Mitteilungsqualitäten visueller Prozesse. Intensive Übungsfolgen zu parametrisch entwickeltem visuellem Beschreiben der hierarchisch gegliederter Charaktereigenschaften von Instrumenten und später deren musikalischen Interaktion.
Kennenlernen und Nutzung umfangreicher Settings an relevanten Gestaltungsmethoden.
Ziel unseres Projekts war die Entwicklung einer audiovisuellen Rauminstallation, die Musik nicht linear, sondern körperlich erfahrbar macht. Die Visualisierung des Songs a good man with a broken heart von LoVibe wurde nicht auf einer klassischen Fläche gezeigt, sondern als räumliche Projektion konzipiert, durch die sich die Betrachter:innen frei bewegen können.
Mithilfe von MadMapper projizierten wir die in After Effects entwickelten Visuals auf vier im Raum verteilte Würfel. In einem vollständig dunklen Raum entfaltet die Installation ihre besondere Wirkung: Ohne die Projektionen sind die Würfel nicht sichtbar und treten nur durch das Licht der Beamer temporär in Erscheinung. Sie scheinen aufzutauchen und wieder zu verschwinden, wodurch ein Wechselspiel aus Präsenz und Auflösung entsteht.
Die Würfel fungieren dabei als rhythmische und räumliche Träger der Musik. Ihre Sichtbarkeit, Bewegung und zeitliche Erscheinung reagieren auf musikalische Veränderungen und erzeugen eine immersive Atmosphäre, in der Klang, Raum und Wahrnehmung miteinander verschmelzen. Die Installation lädt dazu ein, die Projektion aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben und Musik als räumliches Ereignis zu erfahren.