In diesem Kurs kombinieren die Studierenden nutzerzentrierte Designmethoden mit Techniken der Zukunftsforschung, um verschiedene Zukünfte jenseits des vorherrschenden Verständnisses von Cybersicherheit zu erforschen.
In diesem Kurs setzen sich die Studierenden intensiv mit den Methoden des ‘Design Futuring’ auseinander. Dabei lernen sie, ihre Designansätze von einer auf die nutzende Person fokussierten Methode zu einem zukunftsorientierten Ansatz (Zukunftsforschung) zu erweitern. Hierbei erforschen die Studierenden, welche zukünftigen Möglichkeiten sich ergeben könnten und welche davon wünschenswert sind.
Unter dem übergreifenden Thema “Cybersicherheit 2040 – Szenarien digitaler Souveränität: für eine sichere, offene und vielfältige Gesellschaft” gestalten die Studierenden ein Projekt, das Zukünfte der digitalen Souveränität und einer vigilanten, offenen Gesellschaft in Deutschland entweder innovativ vorantreibt, spekulativ beleuchtet oder kritisch hinterfragt. Dies kann beispielsweise durch die Analyse und Verbesserung bestehender Objekte, Produkte, Werkzeuge oder Dienstleistungen erfolgen. Alternativ können die Studierenden zukünftige Szenarien für verbesserte, alternative Formen der Cybersicherheit aufzeigen oder Diskussionen über die Auswirkungen auf den Menschen – sei es technologisch, ökonomisch oder sozial – anregen. Hierbei sind sowohl positive als auch negative Aspekte der Cybersicherheit von Interesse.
Die Projekte werden ausschließlich in Teams von 3-4 Studierenden bearbeitet. Zu Beginn des Semesters tauchen die Studierenden gemeinsam mit Mitarbeitenden der Cyberagentur – Agentur für Innovation in der Cybersicherheit (des Bundes) – in das Themengebiet ein, um bestehende Vorstellungen von der Zukunft zu erkunden und mögliche Szenarien zu entwickeln.
COSM - Digitale Planung für effizientes, nachhaltiges Bauen
Kontext: Das Bauhandwerk im Jahr 2035
Im Jahr 2035 ist Nachhaltigkeit im Bauhandwerk kein Ideal mehr, sondern ein notwendiger Standard. Bau- und Renovierungsprojekte arbeiten mit festen CO₂-Budgets, die Planung, Materialwahl und Werkzeugnutzung gleichermaßen bestimmen. Emissionen sind transparent, vergleichbar und wirtschaftlich relevant und CO₂ wird zur planbaren Ressource.
Auf Baustellen entstehen Material- und Werkzeugengpässe durch unvollständige und fehleranfällige Informationsprozesse. Bereits bei der ersten Baustellenbesichtigung bleiben relevante Details unentdeckt oder undokumentiert – sei es durch Zeitmangel, eingeschränkte Sichtbarkeit von Schäden oder fehlende digitale Erfassung. Die Weitergabe dieser Informationen erfolgt häufig mündlich, wodurch zusätzliche Verluste entstehen.
Das Ergebnis sind ungenaue Planungen, fehlendes oder falsches Material, unnötige Nachlieferungen und zusätzliche Fahrten. Dies verursacht Zeitverzögerungen, höhere Kosten und einen vermeidbaren Anstieg von CO₂-Emissionen.
Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt COSM folgende Fragestellung:
Wie können wir im Jahr 2035 die Baustellenorganisation so gestalten, dass Material- und Werkzeugengpässe frühzeitig vermieden, CO₂-Budgets planbar eingehalten und relevante Nutzerdaten systematisch erfasst werden?
Introducing COSM - for those who build ahead
Das System COSM besteht aus zwei Hauptkomponenten, dem MT CS 360 und der COSM App. Diese vernetzen Baustellendaten, Auftragsumfang, Lagerbestände und Handwerker:innen miteinander, um einen effizienten und nachhaltigen Bauablauf sicherzustellen.
COSM System
MT CS 360 - smarte, nachhaltige Baustellenvermessung und -planung
Das MT CS 360 ist ein autonomes Messgerät zur präzisen Erfassung aller relevanten Baustellendaten. Integrierte Sensoren, darunter ein Feuchtigkeitssensor zur Erkennung verdeckter Schäden wie Schimmel hinter Oberflächen, machen Informationen sichtbar, die bei klassischen Baustellenbegehungen oft verloren gehen. So entsteht eine verlässliche Datengrundlage für eine vollständige Material- und Werkzeugplanung.
MT CS 360 Features und Funktionen
COSM im Alltag eines Malerbetriebs
Bei einem typischen Renovierungsauftrag unterstützt COSM von Anfang an. Das MT CS 360 wird im Systainer zur Besichtigung mitgenommen. Vor Ort wird es aufgestellt und erfasst die Baustelle vollautomatisch. Währenddessen können Bauherr:in und Besichtiger:in den Auftragsumfang besprechen. Die Aufgaben sowie exakte Messdaten werden direkt in das Interface übertragen. Hier kann nun durch konkrete Materialauswahl bestimmt werden, wie sich die Baustelle in das vorgegebene CO₂ Budget einpasst. Zurück im Betrieb kann der:die zuständige Handwerker:in alle Informationen direkt einsehen, verborgene Schäden wie Schimmel sind gekennzeichnet und können eingeplant werden. Mit der zugehörigen Packliste, die das Betreibseigene Inventar umfasst, wird weder Material noch Werkzeug vergessen und die Arbeiten können sofort beginnen.
COSM im Einsatz
COSM im Einsatz
Sollten sich Anforderung doch einmal kurzfristig ändern, ist COSM vorbereitet. Mit nur einem Klick kann mit dem Festool Mobil Werkzeug und Material angefordert werden. Dieses wird direkt an die Baustelle geliefert und Verzögerungen werden minimiert.
Lieferservice Konzept
CO₂ Budget planen und einhalten
Der Nachhaltigkeitsbereich visualisiert das CO₂-Budget der Baustelle. Er zeigt, wie viel CO₂ bereits verbraucht wurde, wodurch es entstanden ist und wie viel CO₂ gleichzeitig gebunden werden konnte. Daraus ergibt sich eine transparente Netto-Bilanz. Ergänzend wird ein CO₂-Score angezeigt, der die Effizienz des Betriebs bewertet. Materialien mit besonders hohem Einsparpotenzial sowie weitere Optimierungsempfehlungen sind ebenfalls klar dargestellt.
Nachhaltigkeitsdashboard
Vorteile für Bauherr:innen, Maler:innen und Geschäftsleiter:innen
Das COSM System ist so ausgelegt, dass alle Stakeholder davon profitieren können.