Aufgabe war, einzelne Aufgaben eines Interfaces detailliert zu betrachten, neue Lösungen zu entwickeln und zu gestalten. »Design and build …« war dabei das Motto. Die Funktionen des Interfaces sollten also nicht nur konzeptionell erdacht und visuell gestaltet werden, sondern soweit wie möglich programmiert werden. Diese Herangehensweise führt die Studierenden näher an die Möglichkeiten und Begrenzungen einer Technologie heran und offenbart Denkfehler besonders deutlich.
Das Fokus in diesem Projekt lag nicht darin, ganze Konzepte für Applikationen oder Services zu entwickeln, sondern die Komplexität in “einfachen” Aufgaben zu erkunden und Interface-Lösungen dafür umzusetzen. Die Ausgangsfragen, die dieses Semester bearbeitet wurden, lauteten beispielsweise:
Wie können Farbvariationen bei Vektorgrafiken schnell erzeugt werden?
Wie muss ein ablenkungsfreies Schreibprogramm aussehen, das trotzdem Struktur erlaubt?
Wie kann Facetracking helfen, einen persönlichen Avatar zu erstellen?
Wie können häufig gebrauchte Programm-Aktionen schneller ausgeführt werden?
TryUI - Eine Testumgebung für Gesten gesteuerte radiale Menüs im Browser
Mit “TryUI” können unterschiedliche Gesten gesteuerte radiale Menüs getestet und miteinander verglichen werden, um das beste Konzept schnellstmöglich zu finden.
Konzept und Idee
Die Idee hinter diesem Projekt war es, eine Testumgebung zu schaffen, bei der ohne Umstände schnell unterschiedliche Radiale Menü Konzepte getestet werden können.
Für diese Testumgebung waren drei Elemente von besonderer Bedeutung:
Das radiale Menü
Ein Gesten gesteuertes radiales Menü, mit dem eine uneingeschränkte Interaktion im Browser möglich sein muss.
Die Einstellungsebene
Eine Einstellungsebene, mit der die wichtigsten Merkmale des radialen Menüs verändert werden können, um dadurch verschiedene Testbedingungen schaffen zu können und Konzepte einfach “testbar” zu machen.
Die Zeit
Mit der die unterschiedlichen Testumgebungen und Konzepte miteinander vergleichbar und messbar gemacht werden können.
Umsetzung
Bei der Umsetzung konzentrierte ich mich darauf, die drei Punkte im Mittelpunkt der Testumgebung zu haben.
Die Einstellungsebene wurde durch ein Browser Popup gelöst. Womit es möglich war, die Einstellungsebene immer in Reichweite zu haben. Zudem war es distanziert genug, von der Interaktion im Browser, um keinen Einfluss auf die Testergebnisse zu haben. Auch die Zeit wurde im Popup angezeigt. Im Popup unten rechts gibt es einen Average in Millisekunden, der den Durchschnitt aller, mit den Gesten gesteuerten radialen Menü ausgeführten Aktionen misst und dadurch den benötigten zeitlichen Durchschnitt für jede Einstellung ausgeben kann.
Beim Gesten gesteuerten radiale Menü, legte ich viel Wert darauf, das es komplett funktionstüchtig ist und die wichtigsten Browser Funktionen darin implementiert sind. Innerhalb meiner Recherchephase ergaben sich 8 Funktion, als die meist genützten im Browser:
Zurück in der Browserhistory
Nach vorne in der Browserhistory
Browserfenster öffnen
Browserfenster schließen
Reload
Neues Tab
Tab schließen
Browser minimieren
Diese 8 Funktion ergaben somit die 8 Menüpunkte meines radialen Menüs.
Finaler Prototyp
Das Endergebnis ist eine Testumgebung, mit der schnell und einfach verschiedene Gesten gesteuerte radiale Menükonzepte miteinander verglichen werden können. Wobei das radiale Menü ebenso als eigenständiges Tool im Browser verwendet werden kann. Dadurch wird die Interaktion im Browser enorm beschleunigt.
Bei Fragen könnt Ihr mich gerne kontaktieren: Joschka Pahl