Die Studierenden gestalten einen Wecker für eine andere Person und erfahren dabei ihren ersten Designprozess im Schnelldurchlauf.
Projektthematik
Die Studierenden erfahren ihren ersten Designprozess im Schnelldurchlauf.
Dazu gestalten sie einen Wecker, der auf die Bedürfnisse einer bestimmten Person zugeschnitten ist.
Zielsetzung
Dieser Kurs deckt alle Phasen des üblichen Designprozesses in Kurzform ab und gibt gleichzeitig einen Ausblick auf die in den Folgesemestern relevanten Fachrichtungen Interface Design und Application Design. Darüber hinaus dient er dazu, den Studierenden ihre Selbstwirksamkeit im Studium, vor Augen zu halten.
Prof. David Oswald, Prof. Marc Guntow, Selina Dick, Prof. Michael Schuster
HeyWake! – Fokus statt Feed
Ergebnisse des Interviews
Aus dem Interview hat sich ergeben, dass für meine Zielperson Felix eine Bedienung des Weckers durch Sprachsteuerung sehr gut funktioniert. Das Reden hilft ihm beim Wachwerden. Bis jetzt lässt er sich von Alexa wecken und möchte keine weitere App auf seinem Smartphone. Zwei Weckzeiten sollten möglich sein, damit man die Sicherheit hat, rechtzeitig aufzustehen. Außerdem sollte das Smartphone sowohl berührungslos als auch mit einem Kabel über Nacht aufgeladen werden können. Felix Wunsch ist es, morgens ohne Handy in den Tag zu starten.
Erster Entwurf
Mein erster Entwurf bestand aus einer Handyhalterung, die manuell verschlossen wird und dann verriegelt. Zusätzlich gibt es auf der Vorderseite des Weckers einen SOS-Button zum Entriegeln, der bei Notfälle wie zum Beispiel während einem Stromausfall, zum Einsatz kommt. Zuerst hatte ich gar kein Display am Wecker eingeplant, fand es aber zur Kontrolle der Spracheingabe sinnvoll.
Variantenbildung
Die Grundidee fand ich gut, war aber unzufrieden mit dem Aussehen des Weckers. Er war sehr unpersönlich und nüchtern gestaltet. Außerdem hatte er keinen visuellen Wiedererkennungswert. Deshalb habe ich mir mehr Gedanken gemacht und Ideen gesammelt. Für mich stand fest, dass ich in Absprache mit Felix schlichte und moderne Farben verwenden möchte, damit der Wecker zu seiner Einrichtung passt. Ich entschied mich für Materialien wie Holz, Metall oder Textilien, abgerundete Kanten und strukturierte Oberflächen. Anschließend habe ich Varianten für die Form gebildet und einen Teil davon als CAD-Modell gebaut. Am Überzeugendsten fand ich das Modell unten rechts. Es hat eine ähnliche Form und Funktion wie mein Schaumstoff-Modell, ist aber visuell ansprechender und das Smartphone ist etwas mehr eingebaut, damit man es nicht trotz Sperre nutzen kann. Der Ladeanschluss muss aber noch sichtbar bleiben, damit das Kabel eingesteckt werden kann.
Entwicklung des Displays
Auch das Display hat sich im Prozess weiterentwickelt. Beim Endlayout verwende ich keine 7-Segment-Anzeige mehr. Außerdem liegt der Fokus jetzt durch Reduzierung, Helligkeitsunterschiede & einem stärkeren Kontrast der Schriftgrößen auf der aktuelle Uhrzeit. Und der Nachtlicht-Button ist jetzt intuitiver. Er hat als einzigstes Element eine Umrandung & ist, solange genug Umgebungslicht vorhanden ist, ausgegraut.
Aufbau des Displays
Rewake sorgt dafür, dass der Wecker automatisch nach 5 Minuten noch Mal klingelt. Im Beispiel ist die Funktion deaktiviert. Die Sperrzeit zeigt an, wie lange das Smartphone nach dem letzten Klingeln noch blockiert ist. Dafür gibt es zusätzlich noch eine visuelle Anzeige, an der man ablesen kann, wie viel von der Sperrzeit noch übrig ist. Damit der Wecker überhaupt klingelt, gilt die Bedingung, dass das Smartphone eingelegt sein muss. Sonst wäre der User nicht dazu gezwungen, das Handy abends zu verriegeln. Dafür gibt es auf dem Display ein Kontroll-Symbol. Technisch wird das Ganze mit einem Druckbutton umgesetzt, der sich in der Halterung befindet und ein Signal sendet solange er gedrückt bleibt.
Endergebnis
Detailaufnahmen CAD Rendering
Für ein modernes Aussehen steht der Mantel in Holzoptik vorne und hinten leicht über. In der Halterung oben ist ein kleines Mikrofon eingebaut, damit der Wecker auf den User reagieren kann. Auf der Rückseite befinden sich zwei Lautsprecher. So ist der Sound gut zu hören, unabhängig davon, ob der Wecker rechts oder links neben dem Bett steht. In der Mitte ist eine Vertiefung für den Stromanschluss untergebracht, damit das Kabel bündig abschließt. Auf der Unterseite habe ich eine Gummiumrandung für besseren Halt konstruiert. Dort befindet sich auch der SOS-Button, den ich für die finale Version in einen Schacht eingebaut habe. Das verleitet jetzt nicht mehr dazu, dass Handy manuell zu entriegeln, weil man dafür einen Schraubenzieher benötigt. Für den Wiedererkennungswert ist auf der Rückseite der Name des Wecker eingraviert.