Die Studierenden lernen die elementare Darstellungsprinzipien, grundlegende Techniken der Programmierung und algorithmisches Denken kennen.
In zwei Kurzprojekten und kleinen Übungen probieren die Studierenden die systematischen Organisation von Zeichenbeziehungen in Fläche, Bewegung und interaktives Verhalten aus. Ziel ist es am Ende des Semesters Gestaltung als System zu erfahren und eigenständig erste einfache Regelwerke in eine Programmiersprache übersetzen zu können.
Zu Beginn des Projekts nutzten wir die „Crazy-8“-Methode, um möglichst viele unterschiedliche Ideen zu entwickeln. Anschließend bewerteten wir die Konzepte hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit und ihrer Eignung als funktionale Uhr. Dabei wurden verschiedene Ansätze ausprobiert und schrittweise aussortiert. Im Verlauf des Prozesses dienten viele verworfene Ideen als Inspiration für neue Konzepte. Am Ende entschieden wir uns für einen Ansatz, der sowohl technisch realisierbar als auch funktional und gestalterisch überzeugend war.
Watchface: Orbit
Orbit
Für dieses Watchface entwickelten wir verschiedene Konzepte, um die Zeit abstrakt darzustellen. Nach mehreren Entwürfen entschieden wir uns für drei Orbitkugeln im Zentrum als Zeitanzeige und einen Ring aus 60 Kugeln, der durch springende Bälle nach und nach zerstört wird. Durch mehrere Iterationen optimierten wir Anordnung, Bewegung und Gestaltung der Elemente, bis eine ausgewogene Kombination aus Lesbarkeit, Dynamik und spielerischer Interaktion entstand.
Watchface: Cascade
Cascade size: half
Ausgehend von der Idee einer klassischen Sanduhr entwickelten wir verschiedene Konzepte mit fließenden Bewegungen und mechanischen Elementen. Nach mehreren Experimenten entschieden wir uns, das Prinzip der Sanduhr in einer abstrahierten Form umzusetzen. Das zweite Watchface besteht aus einem offenen Gefäß, in das Kugeln fallen und sich sammeln. Nach einem kurzen Zeitzyklus dreht sich die Form um 180 Grad, die Kugeln lösen sich auf und der Ablauf beginnt erneut. Durch mehrere Iterationen wurden Form, Timing und Animation optimiert, um eine ruhige, gut lesbare und dynamische Darstellung zu erreichen.
Watcheface: Nova
Nova
Aus einer ersten Idee zur abstrakten Darstellung der Uhrzeit mit einer rotierenden Sinuswelle und einem Metaball-Effekt entwickelte sich schließlich ein Konzept zur Visualisierung des Herzschlags. Im dritten Watchface schießen in regelmäßigen Abständen Kugeln aus dem Zentrum zu einem pulsierenden Außenring und erzeugen einen ruhigen, rhythmischen Ablauf. Nach einem festen Zeitzyklus werden alle Kugeln abgestoßen und die Animation beginnt von vorn. Durch mehrere Iterationen wurden Farben, Geschwindigkeit und Bewegungen so angepasst, dass ein harmonisches und organisches Gesamtbild entstand.