Wie macht man ein Design-Projekt in einem interdisziplinärem Team? Wie erlangt man schnell zu Erkenntnissen und Entwürfen im Lösungsraum? Ein Projekt zwischen Design-Sprint, Minimum Viable Product und User Research.
Lean Frameworks und Designmethoden.
Lernziel »Wir irren uns empor« (Harald Lesch). Analytische Herangehensweise und Erkenntnisgewinn aus (gescheiterten) Projekten. Mit einigen Leitplanken ist das Fehler-Machen erwünscht und dient dem Lernprozess! Nicht das Ergebnis steht im Vordergrund, sondern der Prozess.
Prof. Jens Döring, Prof. Hans Krämer, Prof. Dr. Markus Weinberger
cura - Intelligenter Assistent im Medikamenten Befüllungsprozess
Pflegekräfte müssen täglich komplexe Medikationspläne unter hohem Zeitdruck umsetzen. Dabei sind sie häufig Unterbrechungen und Ablenkungen ausgesetzt. Diese Kombination aus hoher kognitiver Belastung und externen Störungen führt dazu, dass Fehler beim Stellen und Dosieren von Medikamenten entstehen können.
Cura ist ein intelligenter Assistent, der den gesamten Befüllungsprozess überwacht. Während des Befüllens erkennt das Gerät mögliche Abweichungen und weist die Pflegefachkraft unmittelbar darauf hin. Dazu zählen fehlende oder zu viele Tabletten sowie falsch einsortierte Medikamente.
Vernetztes Medikamentenmanagement
Cura ist mit der elektronischen Bewohnerakte des Pflegeheims verbunden und greift dadurch auf aktuelle Bewohner- und Medikationsdaten zu. Änderungen durch Ärzte werden automatisch synchronisiert und direkt im System angezeigt. So arbeitet die Pflegefachkraft beim Befüllen immer mit dem aktuellen Medikationsplan und hat alle relevanten Informationen an einem Ort.
Voraussetzung dafür ist eine zuverlässige und fehlerfreie Funktion der e-Akte sowie eine kontinuierliche Aktualisierung der hinterlegten Daten.
Befüllungsprozess starten
Sobald ein Dispenser auf die Sensorfläche gestellt wird, erkennt das System die zugehörigen Bewohnerdaten und zeigt den aktuellen Medikationsplan an. Während des Befüllens überprüft eine integrierte Kamera die eingelegten Tabletten und weist direkt auf Abweichungen hin – zum Beispiel auf fehlende, zu viele oder falsch einsortierte Medikamente.
Fehlmedikationen vermeiden
Fehler werden direkt während des Befüllprozesses erkannt und sofort auf dem Display angezeigt. Dadurch kann die Pflegefachkraft die Abweichung sofort nachvollziehen und korrigieren, bevor der Prozess fortgesetzt wird. Die Fehlermeldungen führen Schritt für Schritt durch die notwendige Korrektur. Dabei wird klar gezeigt, welches Fach betroffen ist, welcher Fehler vorliegt und welche Handlung als Nächstes notwendig ist. So bleibt der Prozess verständlich und die Pflegefachkraft wird bei der sicheren Fehlerbehebung unterstützt.
Den Überblick behalten
Den gesamten Befüllungsprozess an einem Ort im Blick. Medikationsplan, Bewohnerdaten, aktuelle Änderungen und Fehlermeldungen werden direkt am Gerät angezeigt. Dadurch entfällt der ständige Wechsel zwischen ausgedrucktem Medikationsplan, Laptop und Dispenser. Alle relevanten Informationen sind dort verfügbar, wo die Medikamente befüllt werden, sodass der Prozess übersichtlicher und effizienter wird.