In manchen Abschlussarbeiten im 7. Semester setzen sich die Projektteams aus verschiedenen Studiengängen zusammen. Hier können die unterschiedlichen Kompetenzen und Gestaltungsschwerpunkte in der Projektarbeit optimal verzahnt werden.
Wo treffen sich Jugendliche, wenn es keinen Ort dafür gibt? TREFF. gibt darauf eine Antwort: einen Jugendtreff aus Containern, der sich schnell, günstig und einfach umsetzen lässt.
Viele Städte hätten gern Räume für junge Menschen, scheuen aber die Kosten eines Neubaus. TREFF. löst das mit zwei fertig durchgeplanten Modellen aus Seecontainern. Kommunen wählen einfach eine Größe – der Rest steht fest. Das Besondere ist der Systemgedanke: kein teurer Einzelentwurf, sondern ein übertragbares Konzept, das überall funktioniert und trotzdem ein Ort mit Charakter bleibt – barrierefrei und von Jugendlichen mitgestaltbar. Beide Modelle sind zudem sinnvoll in einen aktiven und einen ruhigen Bereich aufgeteilt, sodass Feiern und Rückzug ungestört nebeneinander Platz finden – genau das macht einen Jugendtreff im Alltag erst wirklich nutzbar. Ein fertig durchdachter Jugendtreff statt eines teuren Einzelbauprojekts.
Damit aus der Idee ein nutzbares Angebot wird, gibt es eine eigene Website. Sie führt Städte und Kommunen durch das Konzept, zeigt beide Modelle im Detail und macht alle wichtigen Infos jederzeit und überall zugänglich. →
Zwei Modelle, eine Idee
Beide Größen verbinden einen aktiven Bereich zum Feiern, Spielen und Musikhören mit einem ruhigen Bereich zum Reden, Chillen und Lernen. Dazu kommen ein Außenbereich, eine Küche und eine legale Graffiti-Wand zum Mitgestalten.
Modell 4C – der kleine Bruder
Vier Container, Platz für rund 20 Jugendliche. Die kleine Variante bringt alles Wichtige auf wenig Fläche unter und passt schon auf ein Grundstück ab etwa 100 Quadratmetern.
Modell 7C – die große Schwester
Sieben Container, Platz für rund 50 Jugendliche. Mit Büro, überdachter Terrasse und großzügigem Gemeinschaftsraum eignet sich diese Variante für größere Standorte.
Der Raumteiler
Statt massiver Wände trennt ein leichtes Regal mit senkrechten Holzlatten den aktiven vom ruhigen Bereich. Es bietet Sichtschutz und etwas Ruhe, hält den Raum aber offen und zusammenhängend – und das warme Holz setzt einen bewussten Kontrast zur kühlen Metallhülle des Containers.
Die Containerhülle bleibt nicht grau
Großflächige Illustrationen machen den TREFF. schon von Weitem als Ort für Jugendliche erkennbar. Der Stil ist bewusst abstrakt und bold – klare Formen, kräftige diverse Farben aus der Projektpalette und ein freundlicher, zeitgemäßer Look, der weder kindlich noch beliebig wirkt.
Statt vieler Details lebt die Gestaltung von wenigen, wiedererkennbaren Bildmotiven, die sich über die Container ziehen und den Baukörper zu einer zusammenhängenden Fläche verbinden.
So wird die Fassade selbst zum Aushängeschild: Sie kommuniziert nach außen, wofür der Ort steht, und schafft Identität – ein Gebäude, das man wiedererkennt und mit dem sich Jugendliche identifizieren können.
Ein Tag im TREFF. hat viele Gesichter.
Nachmittags nach der Schule kommen die Ersten zum Chillen, machen Hausaufgaben in der ruhigen Ecke oder hängen mit Freunden im Außenbereich ab. Später wird es lebendiger: In der aktiven Zone läuft Musik, in der Küche wird gemeinsam gekocht, an der Graffiti-Wand entsteht Neues.
Weil aktiver und ruhiger Bereich nebeneinander Platz haben, muss sich niemand entscheiden – die einen reden und ruhen, die anderen feiern und spielen, ohne sich zu stören. Abends und am Wochenende, wenn die meisten Zeit haben, wird der TREFF. zum festen Treffpunkt: mal für den entspannten Abend, mal für die kleine Party oder ein Angebot der Jugendarbeit.
Der Modellbau
Um das Konzept begreifbar zu machen, entstand ein physisches Modell im Maßstab 1:32. Es zeigt Aufbau, Räume und Anordnung der Container auf einen Blick – vom fertigen Baukörper bis zur inneren Aufteilung.