Das Dachthema »Radikal, hoffnungslos – hoffnungsvoll«? soll in der Arbeit als eine Metapher und als ein Sinnbild für das Leben und eine Gesellschaft betrachtet und verstanden werden.
Nie lebten mehr Menschen auf der Erde, nie war unser Einfluss auf den Planeten größer, nie waren wir enger vernetzt – unsere Gesellschaft wandelt sich immer rasanter. Hoffnung, Lethargie, Zukunfsängste, was bedeutet eine zunehmende Polarisierung für unsere Gesellschaft? Eine spürbare Verdrossenheit greift umsich – die politischen Ränder gewinnen deutlich an Einflussnahme. Wie wir heute leben veranschaulicht die Vielfalt und die Widersprüche unserer Zivilisation.
Die Arbeit kann sowohl pro und kontra Perspektiven aufzeigen und dokumentarisch, kritisch, ironisch, überhöht oder romantisiert das Thema kommunizieren.
Lehrinhalt
Welche Möglichkeiten eröffnen sich mittels der Fotografie, einer Bildsprache, Text, Typografie und Grafik das Thema darzustellen?
Wir leben in einer Zeit allgegenwärtiger Krisen, sei es auf weltpolitischer Ebene oder im persönlichen Leben. Die tägliche Konfrontation mit negativen Nachrichten kann den Blick auf die Zukunft verdunkeln und Gefühle von Angst und Ohnmacht hinterlassen.
Das Projekt “Blick heben” setzt genau hier an. Ziel ist es, einen Perspektivwechsel anzuregen: weg von lähmender Angst hin zu Zuversicht und Hoffnung. Dieser Wechsel wird dabei nicht nur inhaltlich erzählt, sondern durch die Gestaltung selbst erfahrbar gemacht. Das Magazin folgt einer visuellen Entwicklung von Dunkelheit zu Licht und ist in drei Kapitel gegliedert: Dunkelheit, Schimmer und Dämmerung. Diese Abfolge steht sinnbildlich für den Weg durch schwierige Zeiten hin zu einem Neubeginn. Der Sonnenaufgang dient als zentrales Motiv – als Zeichen dafür, dass auf jede Nacht ein neuer Tag folgt mit dem Versprechen: Es wird wieder hell.
Auch Bildsprache und Layout unterstützen diese Transformation. Die Bildwelt wird im Verlauf heller und wirkt durch Körnung und analoge Anmutung bewusst menschlich und nahbar. Klare Typografie und eine ruhige Gestaltung schaffen Raum für Reflexion und lenken den Blick auf das Wesentliche.
Blick heben versteht sich als Einladung und Ermutigung, innezuhalten, den eigenen Fokus zu verändern und neben allem Schweren auch das Helle, das Schöne und das Gute wieder wahrzunehmen. Das Leben ist schwer. Das Leben ist schön. Das Leben ist beides.