Die Studierenden lernen die elementare Darstellungsprinzipien, grundlegende Techniken der Programmierung und algorithmisches Denken kennen.
In zwei Kurzprojekten und kleinen Übungen probieren die Studierenden die systematischen Organisation von Zeichenbeziehungen in Fläche, Bewegung und interaktives Verhalten aus. Ziel ist es am Ende des Semesters Gestaltung als System zu erfahren und eigenständig erste einfache Regelwerke in eine Programmiersprache übersetzen zu können.
Die erste Aufgabe im Kurs Programmieren bestand darin, durch das Festlegen von Regeln Muster zu zeichnen, um die grundlegende Logik von Algorithmen zu verstehen. Im wiederholten Prozess von Entwerfen, Experimentieren, Feedback, Überarbeiten und erneutem Testen entwickelten wir schrittweise ein klar strukturiertes algorithmisches Muster, das von allen reproduziert werden kann. Dadurch verstanden wir, dass ein Algorithmus kein komplexer technischer Begriff ist, sondern eine Denkweise, die beschrieben, ausgeführt und wiederholt werden kann.
Two Long Lines
Spielen mit zwei Personen. Jede Person benutzt einen Stift in einer anderen Farbe, z. B. Rot und Blau oder Schwarz. Alle zeichnen gleichzeitig.
-Es werden zwei lange, durchgehende Linien über mindestens 30 Minuten gezeichnet (längere Zeit ist ebenfalls möglich).
-Der Stift darf während der gesamten Zeit das Papier nicht verlassen.
-Es ist erlaubt, bis zu 5 Sekunden zu pausieren, ohne den Stift anzuheben.
-Andere Linien dürfen nicht gekreuzt werden. (Falls dies versehentlich passiert, wird trotzdem bis zum Ende der Zeit weitergezeichnet.)
Blockkontakt
Die Regeln
Das Spiel Blockkontakt basiert auf dem Verbinden vordefinierter Formen über gemeinsame Kanten und untersucht die entstehenden Beziehungen zwischen Farbe, Position und Überlagerung. Zu Beginn werden sechs unterschiedliche Blockformen vorbereitet. Das Spiel ist für 2, 3 oder 6 Spieler*innen ausgelegt.
-Zwei Spieler*innen legen abwechselnd jeweils einen Block.
-Es stehen sechs festgelegte Formen und sechs Farben zur Verfügung
-Blöcke gleicher Farbe dürfen sich nicht berühren
-Jeder neu platzierte Block muss entlang einer Kante an mindestens einen bestehenden Block anschließen (Kantenkontakt, Eckkontakt ist nicht erlaubt)
-Die Orientierung der Blöcke ist festgelegt; Rotation ist nicht erlaubt.
-Ist kein freier Platz mehr vorhanden, dürfen Blöcke überlagert werden.
Ziel
Das Spielfeld möglichst vollständig zu füllen und dabei eine hohe Anzahl an Kontaktpunkten und Interaktionen zwischen den Blöcken zu erzeugen.