Inhalt des Kurses
Programmiertes Entwerfen 1 (IG)
Die Studierenden lernen die elementare Darstellungsprinzipien, grundlegende Techniken der Programmierung und algorithmisches Denken kennen.
In zwei Kurzprojekten und kleinen Übungen probieren die Studierenden die systematischen Organisation von Zeichenbeziehungen in Fläche, Bewegung und interaktives Verhalten aus. Ziel ist es am Ende des Semesters Gestaltung als System zu erfahren und eigenständig erste einfache Regelwerke in eine Programmiersprache übersetzen zu können.
Interaktionsgestaltung
Semesterjahr BetreuungBenno Stäbler, Prof. Benedikt Groß
Der Pilz und das Korallenriff
Der Pilz
Für dieses Projekt wurde ein Regelwerk entwickelt, nach dem sich eine Zeichnung über Zeit hinweg auf Papier aufbaut. Innerhalb von fünf Phasen erweitern sich die Elemente Schritt für Schritt. Der gesamte Ablauf wurde im Zeitraffer gefilmt, sodass im Video sichtbar wird, wie die Komposition entsteht.
Der Gedanke
Wir wollten ein interessantes Wachstum darstellen. – so wie man es unter dem Mikroskop beobachten kann: verzweigend, richtungsabhängig und schrittweise. Diese Wachstumslogik von Pilzen haben wir in feste Regeln übersetzt, sodass sich die Komposition über Zeit nach und nach auf dem Papier aufbaut.
Die Regeln
Jeder Spieler platziert einen großen Startpunkt in eine der Ecken
des Papiers. Man darf sich den Startpunkt nicht teilen. Das Papier
wird gedanklich in zwei Spielhälften geteilt.
- Jeder malt 5 große Punkte auf der eigenen Spielhälfte. Jeder
Punkt wird mit dem Punkt verbunden, der ihm am nächsten ist,
aber nicht weiter vom Startpunkt entfernt ist als er selbst. Die
Linien dürfen sich nicht kreuzen. Strichstärke: breit.
- Jeder Spieler malt weitere Punkte auf seiner Seite. Die Anzahl
dieser sollte sich mindestens verdoppeln. Die Punkte sollten
ein gleichmäßiges Muster ergeben. Wiederhole den ersten
Schritt. Strichstärke: mittel.
- Wiederhole Schritt 3 mit mindestens der doppelten Menge an
Punkten. Strichstärke: dünn.
Danach malt jeder Spieler einzelne Punkte in den Bereich des
Mitspielers. Jeder verbindet seine Punkte mit seinem eigenen
Pilz. So verwachsen beide ineinander. Strichstärke: dünn.
Malt die Zweige mit den meisten Abzweigungen noch einmal
nach. Strichstärke: breit.
- Jeweils die sich am nächsten
liegenden Linien beider Spieler, werden nun miteinander
verbunden um einen Pilz zu erhalten.
Der Pilz
Das Korallenriff
Zwei Spieler zeichnen abwechselnd: Spieler A setzt Kreise (ohne Überschneidungen), Spieler B setzt Punkte und zieht jeweils eine Linie zum nächstgelegenen Kreis, deren Schnittstelle er mit einem Kreuz markiert. An jedem Kreuz zeichnet Spieler A erneut einen Kreis, bis sich das Blatt wie ein Korallenriff verdichtet.
Katharina Olbrich, paul.gebauer@hfg-gmuend.de
BetreuungBenno Stäbler, Prof. Benedikt Groß
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